Toni Wehring ist Studierender des Monats März und stellt sich uns vor.

Stell dich doch einmal kurz selbst vor. Woher kommst Du, was hast Du vor der kw gemacht, seit wann studierst du hier?

Also, los geht’s. Ich bin Toni, 23 Jahre alt und komme ursprünglich (wie die Hamburger sagen) aus dem Ausland, das man aber auch unter Meck-Pom kennt. Ich habe dort in meiner Kleinstadt  2006 mein Abi gemacht und bin dann, nach ein paar Monaten Ausschlafen, gleich darauf hier in der KW gelandet.  Tja, und kurz danach war ich dann plötzlich am Ende des 7. Semesters.

Wenn nicht Design, was dann als Beruf?

Ich hätte auf jeden Fall verschiedene Designrichtungen ausprobiert. Dafür ist Design einfach viel zu vielfältig, um gleich aufzugeben, wenn man etwas nicht kann. Aber hätte ich mir schließlich selbst eingestehen müssen, dass ich so gar kein Talent habe, hätte ich auf Lehramt studiert. Ich würde dann bald Jugendlichen am Gymnasium Bio und Mathe beibringen.

Was würdest Du sagen, sind deine Schwerpunkte bzw. deine Stärken im Kommunikationsdesign?

Ich habe mich schon immer für Produktdesign in jeder Form (also auch Verpackungsdesign etc.) interessiert. Durch das Studium dazugekommen ist das Eventmarketing (Messebau usw). Ich finde es einfach reizvoll, etwas zu schaffen, das nicht nur ich, sondern auch Menschen nach mir in der Hand halten. Davon abgesehen interessiert mich immer mehr das Corporate Publishing. An großen Projekten zu arbeiten und die einzelnen Zusammenhänge zu planen und umzusetzen (oder umsetzen zu lassen), ist doch ein schönes Ziel.

Wie lässt du dich inspirieren?

Durch alles natürlich! Wir alle lassen uns doch durch alles, was wir sehen oder hören inspirieren. Ob wir nun wollen oder nicht!  Generell ist es aber für mich wichtig, auch mal abzuschalten und nicht an die Arbeit zu denken. Man braucht einfach einen Ausgleich (Freunde, Sport,…), um dann später überhaupt wieder einen freien Kopf zu haben.

Wo tobst du dich außerhalb der kw designtechnisch noch aus?

Das wär dann wohl meine Wohnung. Wobei in diesem Fall meine Inspiration stark von meinem Konto eingeschränkt wird.

Was sind deine Pläne direkt nach dem Studium?

Eine Woche Urlaub muss sein! Und danach gehts dann los mit der Arbeitssuche. Ein guten Job oder Praktikum finden und viele viele Erfahrungen sammeln. Und dann später vielleicht mal für ein halbes oder ganzes Jahr ins Ausland.

Was würdest du mit einem unbegrenzten Budget gestalten wollen?

Ich würde mich designtechnisch gerne in meiner Wohnung austoben. Was aber vermutlich in einer neuen Wohnung enden würde.

Was ist dir politisch wichtig?

Ehrlichkeit und zukunftsorientiertes Denken und Handeln.

Was treibt dich an?

Mein Ehrgeiz, der auch nach durchgemachten Nächten nicht aufgibt.

Wen bewunderst du?

Menschen die in ihrem Leben viel erreicht haben, und dabei immer sie selbst geblieben sind. Die im hohen Alter auf ihr Leben zurückblicken und zu sich selbst mit Stolz und einem Lächeln sagen können: „Ja, das bin ich und das ist mein Leben!“

Wie schaffst du dir Ausgleich vom Ideen spinnen und Pixel schubsen?

Oje, eine unendliche Liste. Aber das Wichtigste sind natürlich Freunde, ohne die gar nichts geht. Aber auch Familie, Hobbys, möglichst viel unternehmen und natürlich auch „Füße hochlegen und abschalten“.

Wo hättest Du gern einen Zweitwohnsitz in der Zukunft und warum?

In Dänemark, so 20m vom Strand entfernt. Dänemark ist einfach schön, um immer wieder mal zu entspannen und dicht genug, um auch nur ein Wochenende zu bleiben. Und den Rest der Welt seh ich mir lieber mit Reisen an.

In welchem Land würdest du gerne arbeiten?

Gerne natürlich in verschiedenen, aber besonders interessieren würde mich London und Dubai.

Mit wem würdest Du gern einen Monat lang tauschen?

Hm, schwierige Frage. Ich denke mit Leopold aus „Hallo Spencer“ (kennt vielleicht nicht mehr jeder). Der kleine Drache kannte keine Sorgen, war immer gut drauf und hat den ganzen Tag nichts anderes getan als auf seinem Berg zu sitzen, Feuer zu spucken und vorbeigehende Leute zu ärgern, in dem er ihnen sagte: „Ich will dir fressen!“.

Was magst Du an dir gar nicht?

Es gibt eigentlich nichts, das ich gar nicht an mir mag, höchstens Dinge die mich an mir stören. Und davon stört mich wohl am meisten, dass ich gegen die anderen Dinge, die mich an mir stören, zu wenig tue.

Welche Tipps hast du für die Frischlinge im 1. Semester?

Das wichtigste ist immer, dass ihr Spaß an eurer Arbeit habt. Ihr werdet viel arbeiten und dann sollte es doch auch Spaß machen.  Arbeitet mit Freunden aus dem Semester zusammen und helft euch gegenseitig. Neue Ideen finden sich so am leichtesten. Seid keine Einzelkämpfer – zusammen studiert es sich immer am Besten. Nehmt alles mit, was ihr kriegen könnt und sucht dann das Beste, für euch passende, heraus. Vielleicht braucht ihr am Ende nicht alles, aber zumindestens das wisst ihr dann. Wenn ihr an einem Projekt arbeitet, hängt euch voll rein und macht euch Gedanken dazu und setzt es dann mit Detailliebe um. Was über eure Gestaltung bestimmen sollte, ist euer Bauchgefühl. Es wird mit jeder Aufgabe wachsen, also vertraut darauf. Also habt Spaß, entspannt euch und genießt das Studium. Dann werdet ihr eine wirklich schöne Zeit haben.