Am Donnerstag den 12.6.2009 sorgte Tim Rotermund von der Agentur Mutabor für volle Ränge. Ein Gastvortrag über seinen Lebenslauf nach dem Studium an der kunstschule wandsbek und die Arbeitsweise der besten Designagenturen laut W&V.

Es war sehr motivierend zu erfahren, dass man auch heute noch gute Chancen hat, auf dem klassischen Wege – Praktikum und Übernahme – Karriere zu machen. Denn genau so erging es Tim Rotermund, der sich mit seiner Abschlussarbeit, einigen privaten Projekten und dem aktuellen Corporate Design der kunstschule wandsbek als Referenz bei Mutabor als Praktikant bewarb. Heute beschäftigt die Agentur rund 40 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Es sind alle Arbeitsbereiche des Kommunikationsdesigns vertreten, Animation, Illustration, Projektplanung, Konzeption, auch eigene Architekten und für den Messebereich sind mit im Team. Tim stellte uns die größten Kunden mit ihren Projekten vor.

Es war beeindruckend zu erfahren, welche Medien ein Kommunikationsdesigner neben Plakat, Flyer und Visitenkarte noch alles bedienen kann. Vor allem aus dem Bereich „Mutabor Black“, dem Bereich für Markenerlebnisdesign, wurden uns Aspekte aufgezeigt, die man nicht an jeder Ecke finden kann. So entwickelte Mutabor beispielsweise für Adidas einen Erlebnis-Store in Paris, wo sich jeder Kunde seinen individuellen Schuh anfertigen lassen kann. Design meets Hightech heißt es hier, wo mit Hilfe modernster Computertechnologie ein Abdruck des menschlichen Fußes genommen wird, dem simultan ein passender Sneaker mittels 3-D-Software über einen Bildschirm angepasst und visuell dargestellt wird. „Wie funktioniert denn da die Zusammenarbeit mit Ingeneuren und Technikern“ lautete da selbstverständlich die Frage aus dem Publikum. Mutabor arbeitet in solchen Fällen tatsächlich mit dem Fraunhofer Institut zusammen und entwickelt, wenn es das Budget des Kunden zu lässt, eine neue Technologie. Mutabor ist auch im klassischen Designbereich tätig, unter dem Namen „Mutabor White“. Marken- und Printdesign heißt diese Abteilung, in der auch Tim Rotermund tätig ist. Interessant war von ihm zu erfahren, wie ein Praktikum bei Mutabor aussehen kann, das auch er absolviert hat. So betreut ein Praktikant völlig selbstständig seine eigenen Kunden im Interesse der Agentur.

Natürlich kommen am Schluss eines solch interessanten Gastvortrags immer sehr ähnliche Fragen. Eine der häufigsten ist die, nach den Empfehlungen für Studierende, um sich neben dem Studium weiter zu bilden. Hier lautete die Antwort ganz klar: Internet. Es gibt eine Fülle an Design- und Trendblogs, die auch Tim und seine Kollegen in der Agentur täglich durchforsten um immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Gut zu wissen, dass die Internetsurferei nicht unbedingt negativ belastet sein muss, sondern dass man dort seine Zeit sehr sinnvoll nutzen kann.