Wie angekündigt, besuchte uns am Dienstag den 14. April Sören Wendt vom Trickfilmstudio Trikk17 mit seinem Schaumstoff-Assistenten Dr. Brumm und anderen Trickfilmfiguren. Denn wer glaubt, im Zeitalter der digitalen Medien würde alles vom Computer erledigt, nachdem man zwei Knöpfe gedrückt und ’nen Kaffee getrunken hat, hat sich stark verschätzt. Stop-Motion nennt man die Animation mit echten Figuren, auf die Trikk17 spezialisiert ist.

Sören Wendt erzählte uns den Ablauf einer kompletten Produktion, von der Idee beziehungsweise dem Briefing, über Vorproduktion und Beleuchtung bis hin zum Dreh und zum finalen Cut. Er selbst ist auch eher über Umwege zur Animation gekommen. Seiner ersten Berufsqualifizierung als Elektriker folgte ein Studium für Foto- und Filmdesign. Doch wie so häufig war die jetzige Tätigkeit als Animator früh vorprogrammiert, denn Sören Wendt produzierte bereits mit 13 Jahren erste Stop-Motion Filme mit Legofiguren. Doch zurück zur professionellen Produktion. Hierbei spielt die Planung die größte Rolle, „einfach drauf los“ wird kein gutes Ergebnis bringen. Nachdem die Vorproduktion, die schonmal bis zu zwei Monaten in Anspruch nehmen kann, beendet ist, betritt erst der Animator die Bühne und der eigentliche Dreh kann beginnen. Jede Bewegung einer Figur ist echte Handarbeit: Foto, Figur bewegen, Foto, Figur bewegen usw. So können für 15 Sekunden Filmmaterial schonmal bis zu 8 Stunden vergehen, je nach dem, wie viele Figuren oder Objekte in einer Szene mitspielen. Auch das Material der Figuren will gut gewählt sein, hierzu brachte uns Sören Wendt sogar einige der kleinen Protagonisten mit. Silikon, Schaumstoff und Styrodur sind die gängigen Materialien. Auf die berühmt berüchtigten Knetfiguren wird nur ungern zurück gegriffen, denn jedes Berühren der Figur hinterlässt einen Fingerabdruck, der mühsam korrigiert werden muss.

Ein Meilenstein von Trikk17 war die Produktion des Filmes Tomte Tummetot, der ihnen sogar einen Grimmepreis bescherte.

Ein weiterer großer Erfolg von Trikk17, das Musikvideo zu „Ding“ von Seeed: