Robert Hoffmann ist ein ehemaliger Studierender der Kunstschule Wandsbek und beschreibt uns seine tollen Erfahrungen an der Partneruniversität in Perth in Australien. Roberts Arbeiten und Projekte repräsentieren sein Können, Kopf und seine Kreativität auf höhstem Niveau! Architektur, Kommunikation, Design, Medien, Reiselust und das Streben nach Wissen! Eine Persönlichkeit, die sich sowas von sehen lassen kann!

Du hast in Australien deinen Master mit „TOPOFTOP“ bestanden?

Ich hab den Master mit „distinction“ bestanden….ist das Beste was man bekommen kann. Allerdings gibt es nur: not passed, passed and passed with distinction aber immerhin 😉 Für die einzelnen Fächer habe ich jeweils HD+ im Final Semester bekommen. „Angeben zu Ende“….. 😉

Schon beeindruckend, klasse! Und du bist wann nach Australien gegangen?

Am 12. Februar 2011!

Mit welchem Titel (Abschluss) kann man dich nun verbinden?

Mit dem MA Design and Art und Grad. Cer. Design and Art ( CU)




Wie wurdest Du z.B.in Australien/in Cutin, der Partneruniverisät der Kunstschule Wandsbek, aufgenommen?

Sehr gut, das Interesse an internationalen Studenten hier ist sehr groß und es wird grossen Wert auf eine gute Integration gelegt.

Was ist besonders auffällig am australischen Lebensstil bzw. den Gewohnheiten?

Die „Relaxedheit“, eine positive Grundeinstellung (open minded) und aufgrund der vielen Nationen, die die Bevölkerung bilden ein bunter Mix, was das Kulturelle angeht.

 



Gibt es viele deutsche Studierende auf der Curtin University?

Es gibt einige deutsche Studenten an der Curtin University in allen Bereichen und Semestern.



Wie sieht es dort aus, wie können wir es uns dort vorstellen?

Die Universität, sprich der geländeartige Campus ist schön angelegt, es finden sich viele Grünanlagen mit Palmen etc.. Bei den Gebäuden bin ich mir nicht ganz so sicher, ein paar sind ganz schick ein paar Andere sind gewöhnungbedürftig aber evtl. hat das was auch mit unterschiedlichen ästhetischen Grundsätzen zu tun. Aber Spaß bei Seite, die Uni ist sehr gut geplant und man hat viele Möglichkeiten dort seinen Interessen nachzugehen wie z. B. sehr gut ausgestattete Werkstätten, Ateliers, Computerlabs, Bibliotheken und Sportanlagen.

Die Curtin University sehr modern und gut ausgestattet, man hat die Möglichkeit an vielen Workshops und Fortbildungen teilzunehmen. Der Studiengang „Master of Applied Design and Art“ bietet einem eine einmalige Kombination aus verschiedenen Fächern und Interessen an. Dieses funktioniert studienfachübergreifend und erlaubt einem somit ein maßgeschneidertes Programm, welches den eigenen Vorstellungen und Interessen entspricht zu kreieren.

 

Wie gut konntest Du den Seminaren/Unterricht folgen?

Am Anfang gab es natürlich die guten „lost in translation“-Momente, aber mit der Zeit wurden diese immer weniger und da man viel Vorträge halten und präsentieren konnte, wurde man sehr schnell an ein sicheres und vertrautes Benutzen der Sprache auf einem akademischen Level herangeführt.

Was sind die Unterschiede zwischen dem Studium an der kw und dem Masterstudiengang?

Der Masterstudiengang ist mehr Untersuchungs- und Erforschungs-fokkusiert. Man beschäftigt sich mit einer Menge Theorie in Kombination mit praktischen Aspekten/Projekten, die alle zum letzten Semester, dem Master-Arbeit-Semester hinführen in dem man alles Erforschte bündelt. Insofern ist es vergleichbar mit dem 7. Semester an der KW, allerdings mit leichten Abweichungen was den Schwerpunkt angeht. Das Studium an der Curtin University hat mir sehr geholfen mich im Bereich des fundierten, themenorientierten Forschens und Entwickeln von Konzepten in Kombination mit praktischen Studien im Bereich der verschieden Workshops (Druck,Holz/Metall, Editorial usw.) weiter zu entwicklen.

 

Welche Highlights, interessante Geschichten oder Erlebnisse während deines Studiums zum Kommunikationsdesigner an der kw sind dir in Erinnerung geblieben?

Ich erinnere mich immer gerne an den Unterricht im 6. Semester im Fach Designpraxis, als wir die Stärken und Schwächen unserer Teammitglieder aufschreiben sollten. Es war schon sehr amüsant und hilfreich für unsere Gruppe zu erfahren, wie die Anderen einen selbst einschätzen, weil es so gnadenlos ehrlich und gut war. Und die Gesichter dazu einfach…… 😀 Ansonsten vermisse ich sehr den „Brainstorm-Tisch“ im offenen Bereich mit Niels und Martin (Hallo…) Neben dem schon Erwähnten hat mir das Unterrichtssystem der Kunstschule Wandsbek gefallen, was durch seine breite Fächerrung und somit guten Aufstellung und Interaktion der verschiedenen Fachrichtungen einen sehr guten Mix bietet. Es erlaubt einem verschiedene Methoden und Designrichtungen zu kombinieren um einen möglichst großen Effekt zu erzielen.



Was war das Thema deiner Abschlussarbeit?

Mein Thema war die Entwicklung einer Coporate Identity mit dazugehöriger Werbekampagne für eine Buchhandlungs- und Kulturveranstaltungskette.

Und was waren bei dir die ersten Meilensteine/Erfolge zum Thema Kommunikationsdesign?

Ich würde sagen meine ersten Meilensteine waren die Projekte während des Studiums an der KW bei denen es in mir „klick“ gemacht hat und ich registriert habe wie etwas funktionieren kann. Die Abschlussarbeit und das positive Feedback auf meine Projekte von einem internationalen Publikum.

Wie verschafft man sich in Australien Ausgleich zum Studienalltag?

In die verschiedenen Kulturen die das Land prägt eintauchen! Reisen, die Natur geniessen, der Ozean usw. und natürlich die nächtlichen Arbeits-Sessions im Studio.
Ein Wort aus dem Slang-gebrauch: „exy or white pointers!“
white pointers sind die Beine der Touristen am Strand und exy ist einfach die australische From von teuer (verkürzen alle wörter und hängen ein y ran)

 

Wann bist du wieder in Deutschland eingetroffen?

Seit Juli diesen Jahres bin ich wieder da.

Stand für dich Dein beruflicher Werdegang immer schon fest?

Ich wollte schon immer einen kreativen Beruf ausüben. Ich habe vor meinem Studium an der kw, Architektur studiert, konnte mir allerdings nicht vorstellen dort zu bleiben und wollte noch was anderes lernen. Ich finde die Kombination aus Architektur und Kommuniaktionsdesign sehr spannend. Das Wissen und Verständnis der verschiedenen Bereiche hilft mir beim Umsetzen von Projekten und Finden von Ideen und den Entwicklungen von Konzepten.

Was hat dich eigentlich dazu bewegt einen Master zu machen?

1. Die Möglichkeit mich zu spezialisieren, meine Fähigkeiten zu verbessern/neue zu erlernen und auf einem hohen Level in einem internationalen Umfeld in einer Fremdsprache einen akademischen Abschluss zu erlangen.
2. Neue Menschen kennenzulernen, die aus den verschiedensten kulturellen und geographischen Regionen kommen und sich mit Ihnen auszutauschen und zu lernen.
3. Australien und der asiatische Raum

Was hat dir im Studium besonders Spaß gemacht? Welche Entwicklung hast du gemacht, von der kunstschule wandsbek bis zum Masterabschluss?

Besonders Spaß gemacht hat mir das Arbeiten in meinem Studio um neu erlerntes Wissen im theoretischen Bereich mit den erlernten Fähigkeiten aus den Werkstätten und Praxisunterrichten zu kombinieren. Ein weiter Punkt, der mir besonders viel Spaß gemacht hat und der mir persönlich und meine Projekten viel geholfen hat war der Austausch mit Kunststudenten, Designern, Architekten und Ingenieuren, die die Werkstätten benutzt haben. Dieser Austausch von Wissen und Ideen war sehr hilfreich und man konnte zudem auch noch tolle Persönlichkeiten kennen lernen. Und die Grundlage hierfür wurde mir auf dem „Mutterschiff“ Kunstschule Wandsbek gegeben.

 

Wie sah dein Studienplan und Alltag während deines Studiums aus?

Mein Studienplan war gemischt. Am Anfang hatte man noch 4 Tage feste Seminare mit begleitender Praxis und einen Tag mit seinem Supervisor zwecks Entwicklungsgespräch und Diskussion der Studioarbeit. In den letzen beiden Semestern wurde dann der theoretische/gemeinsame Unterricht „runtergefahren“ und der Fokus auf die Entwicklung des Abschlussprojektes und dessen Vorstellung gelegt.

Was war deine Idee und wie hast du die Organisation und deine persönliche Umsetzung für deinen Abschluss gestaltet?

Die Idee für meinen Abschluss (Thesis und Finalprojekt) war begründet auf meinem Interesse Wissen und Methodik aus dem Kunst- und Designbereich zu verknüpfen um eine möglichst starke Strategie für Projekte zu entwickeln mit der man den Kunden/ Betrachter gewinnen kann. Organisatorisch sah es so aus, das ich auf der einen Seite die schriftliche Abhandlung der Vor- und Nachteile hatte, die dadurch entstehen, wenn ein transdisziplinäres Verfahren aus dem Bereichen Kunst und Design angewendet wird. Auf der anderen Seite hatte ich den Studioteil, der das Projekt beinhaltet mit dessen Hilfe ich theoretische Erkenntnisse überprüfen konnte und experimentelle Möglichkeiten der Kombination von Kunst- und Designpraktiken bot und eine Ausstellung am Ende des Studiengangs beinhaltete, bei der man sein Projekt in Kombination mit der Thesis vor einer Jury verteidigen musste.

Und jetzt? Der nächste „Step“ für Dich ist…?

Mein nächster Schritt ist eine Agentur oder Firma im Bereich CI, Branding, Form und Entwicklung zu finden, bei der ich mein Wissen und meine Fähigkeiten bestmöglichst einsetzen und neue Fertigkeiten erlernen kann.
Über Anfragen würde ich mich sehr freuen 😉

Was erwartest du von der Zukunft, wo magst du dich sehen?

Von der Zukunft erhoffe ich mir, dass ich mein erlerntes Wissen einsetzen kann und dass ich in einem interessanten Umfeld arbeiten werde, welches mir ermöglicht neue Menschen sowie Ideen kennenzulernen und zu entdecken. Später könnte ich mir auch gut vorstellen einen Doktor in Design zu machen mit dem Fokus auf transdisziplinäre Methodik, da mir diese Option dank des Abschlusses noch offen steht und die Anwendungsmöglichkeiten mich faszinieren.

Vielen lieben Dank Robert. Ja, wir können sagen, wir sind stolz auf dich! Weiter so! Es war super, dich wiederzusehen!

Hier die gesamte Übersicht von Roberts Eindrücken aus Australien und seine Arbeitsergebnisse: