Gelernt hat er es schon bei uns, Julian Behrenbeck, Absolvent des letzten Abschlusssemesters. Doch ausgezogen ist er nun ganz, weg aus Deutschland, um das Designen anders zu lernen.
Wien sollte es sein. Was ihn dort hin verschlagen hat und was er dort nun so treibt, haben wir ihn direkt selbst gefragt.

Mia:
Julian! Gerüchten zufolge hat es dich aus der Hansestadt nach Österreich verschlagen. Was ist dran?
Julian:
Das erstmal kann ich sagen: „Ja, die Gerüchte sind wahr.“ Ich bin quasi direkt aus meiner Abschlusspräsentation in den Zug und mit einem Koffer und einem Rucksack nach Wien gezogen. Das ist jetzt auch schon fast 7 Wochen her.

Mia:
Aus welchem Grund bist du gegangen und für wen arbeitest du jetzt?
Julian:
Eine tolle Jobmöglichkeit hat mich nach Wien verschlagen. Was auch sonst! Ich arbeite hier als Freier für einen tollen Kunden: Das VANGARDIST Magazin, als so ziemlich kreativer Allrounder. Kein Tag ist gleich, jeden Tag etwas neues. Vom Marketing bis hin zum Betreuen der Social Media Kanäle, über kleine Fotoaufträge, alltägliche Grafikarbeiten und Artikel texten ist wirklich alles dabei, was man sich so vorstellen kann und sich so ansammelt. Es erfüllt mich sehr jeden Tag Neues erleben zu können. So wird es nicht langweilig und man steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Hamburg konnte mir so etwas mit den vorliegenden  Jobangeboten einfach nicht bieten und obendrauf bin ich frei. Könnte kaum besser sein!

Mia:
Welche Erfahrungen, die du während deines Studiums sammeln konntest, sind für diesen Job nun besonders wertvoll?
Julian:
Entscheidungen argumentieren zu können. Eine Sache ist es, etwas schönes zu gestalten, die Andere, ob es dem Kunden gefällt. Du triffst jeden Tag wichtige Entscheidungen auf Grund deiner Ästhetik oder deiner Art des Design, doch genau diese musst du deinem Kunden, verkaufen können. Und ja, ich muss oft argumentieren, wieso etwas jetzt so aussieht, wie es eben aussieht oder warum wir eine gewissen Social Media Aktion jetzt so
aufziehen und nicht anders. Auf der kw hab ich gut mitnehmen können, was es bedeutet Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen, grade im Abschluss – und das ist Gold wert!

Mia:
Würdest du es empfehlen „über den Tellerrand hinweg“ in andere Städte zu schauen, wenn es um die Arbeitsplatzsuche geht?
Julian:
Immer. Sofort! Hab‘ eigentlich immer einen gepackten Koffer im Raum stehen. Wir sind kreativ und vor allem frei und jung. Wann, wenn nicht jetzt? Du kommst aus dem Studium, willst Neues sehen und erleben und hast im Bestfall sogar Talent und Potenzial – dann bitte. Bewirb dich international, mehr als Nein sagen können sie nicht. Und ich denke, es ist ein guter Test für einen selber. Man lernt dazu, legt sich ein dickes Fell zurecht und wird eigenständiger. Ich hätte nie erwartet, dass ich das alleine durchziehe, aber ich kann es nur jedem empfehlen, der mehr will und mehr lernen will.

Mia:
An was für Projekten arbeitest du? Was macht dir besonders Spaß?
Julian:
In erster Linie arbeite ich für VANGARDIST. Wie ich bereits erwähnte, erlebe ich hier viel Neues und bekomme tolle Möglichkeiten. Von Editorial- über Screen- bis hin zu Printdesign war schon alles dabei. Obendrauf lege ich meine Kamera kaum aus der Hand und betreue kleine Social Media Aktionen. Besonders Spaß macht mir hier einfach die Freiheit und damit die Möglichkeiten. Nebenbei habe ich noch meinen Blog, den ich weiterhin als Projekt am Leben erhalte und immer mein zweites Standbein bleiben wird. Und auch ein paar Fotoaufträge kamen bereits ins WG-Zimmer gerasselt.

Mia:
Welches Projekt betreust du aktuell?
Julian:
Aktuell – und ich bin total aus dem Häuschen, dass ich endlich drüber reden kann/darf – arbeite ich an einem ganz besonderen Projekt: Für die neue Print Ausgabe des VANGARDIST Magazins, haben 3 HIV+ Leute Blut
gespendet. Dieses wurde in einem Labor behandelt und die Viren abgetötet. Dieses Blut wurde dann mit in die Druckerpresse gegeben: So haben wir das weltweit erste HIV infizierte Magazin auf den Markt gebracht.
Dieses Projekt passierte in Kooperation mit Saatchi & Saatchi: Die Kampagne unter dem Titel #HIVHEROES  soll darauf aufmerksam machen, dass HIV kein Tabuthema ist, wir sollten und müssen darüber reden und vor allem keinen Betroffenen ausschließen. Du kannst mit infizierten Menschen genauso umgehen, wie mit jedem anderen auch, ebenso mit dem Magazin, du kannst es in den Händen halten – ohne Angst zu haben.
Eine wirklich tolle und wichtige Kampagne. Und ich freue mich unglaublich ein kleiner wichtiger Teil dieses Projektes zu sein! #HIVHEROES

Das klingt nach wirklich großen und interessanten Abenteuern, die Julian dort durchlebt. Wir sind stolz und weiterhin gespannt, was wir so von ihm hören werden!
Wenn ihr euch für weitere Arbeiten von Julian und dem Vangardist Magazine interessiert, könnt ihr diese hier begutachten: