Ein Plakat ist keine Visitenkarte, … ist kein Magazin, … ist keine Anzeige. Und 70 × 100 cm sind ganz schön groß. Das haben die Teilnehmer des Sommer-Workshops genauso erfahren wie die Binsenweisheit, dass es ohne eine überzeugende Idee nicht funktioniert. Also wurde erst einmal gescribbelt. Diese Ideen wurden dann anschließend präsentiert, kommentiert, kritisiert, verworfen oder weiterentwickelt.

Manuelle und digitale Techniken durften gleichberechtigt nebeneinander eingesetzt werden. Es wurde gezeichnet, gemalt, geklebt, schabloniert, getupft, aber auch fotografiert und am Mac layoutet.

Die meisten Teilnehmer des Workshops »Plakate, Plakate, Plakate« – überwiegend Studierende aus dem zweiten und dritten Semester – haben ihr Ziel erreicht. Sie haben ein oder gar mehrere Plakate gestaltet. Einige hatten Anlaufschwierigkeiten in der Ideenfindungsphase, konnten aber anschließend doch noch richtig Gas geben.

So mutierte beispielsweise eine Pappe, die ursprünglich als Unterlage zum Schutz des Arbeitstisches diente, selbst zum Plakat. Anika Hoffmann und Mathias Köhler kündigten mit ihren Plakaten die Tesacotta-Armee-Ausstellung des Kollegen Carlos Wallutt an.

»Carlos« war übrigens auch das gemeinsame Thema aller Plakate. Der junge Kollege gilt als multiples Talent mit vielen Gesichtern. Das sollte auch in den Plakaten auf unterschiedlichste Weise zum Ausdruck gebracht werden. Lisa Zechlau, Kaja-Diandra Oblonczek und Michaela Neumann sahen in ihm vor allem jemanden, der auf nahezu alle W-Fragen eine Antwort weiß.

In einer zweiten Plakat-Serie kündigten dieselben Studierenden an: »Carlos kommt«. In welcher Mission er dieses tun wird, darf von den Besuchern am Tag der offenen Tür – am Sonntag, dem 5. Juli 2009 ab 12 Uhr – dann selbst definiert werden.

Während Tiki Gallina behauptete, Carlos sei ein Flöten-Virtuose, bestand Clemens Meerstein darauf, dass dieser ein Punk – natürlich mit einem Irokesenschnitt – sei. Tiki präferierte die manuelle Technik und benutzte den Mac nur dazu, die Zeilen abzusetzen, die sie später schablonierte. Clemens hingegen nutzte die Gelegenheit, einige Features des Programms Illustrator auszuprobieren.

Ekaterina Afonina machte mit ihrem starken Plakat auf die »NERD-Party mit DJ Carlos« aufmerksam.

Nun, ich denke, die Ergebnisse können sich sehen lassen. Ich bin gespannt, wie die Plakate bei den Besuchern ankommen.