Stefan:
Was ist passiert, nachdem Du das Zertifikat zum Kommunikationsdesigner in der
Tasche hattest? Wo arbeitest Du jetzt und in welcher Position?
Julia:
Ich habe mich mit meinem Portfolio bei verschiedenen Werbeagenturen beworben, habe mich
hierbei bewusst auf kleinere Agenturen beschränkt, da ich dachte, für den Einstieg wär das für mich
persönlich der beste Weg erste Einblicke in der Medienbranche zu sammeln.
Zur Zeit bin ich Praktikantin im Bereich Art in der Agentur Elbstern.

Stefan:
Wie wichtig war die Mappe? Wie viele Bewerbungsgespräche hast Du geführt?
Welche haben Dir geholfen, welche nicht?
Julia:
Das kann ich mit absoluter Bestimmtheit sagen:
Eine Mappe ist das A&O bei jedem Vorstellungsgespräch.

Stefan:
Bei meinem ersten Bewerbungsgespräch habe ich meiner Meinung nach zu 80% eine Absage kassiert,
da ich keine Mappe hatte, sondern auf den Rat einer Freundin gehört und nur meinen Laptop und
ein digitales PDF mitgebracht hatte.
Julia:
Insgesamt hatte ich 4 Vorstellungsgespräche, das erste direkt eine Niete, aber daraus habe ich gelernt und
wusste mich danach besser zu verkaufen. Mit jedem Gesrpäch sammelt man mehr und mehr Erfahrung und wird dadurch
auch selbstbewusster, aber vor allem gelassener.
Also egal ob ein Vorstellungsgespräch gut oder schlecht gelaufen ist, man lernt aus seinen Fehlern und sollte sie eben
in Zukunft vermeiden. Wie immer im Leben ist man hinterher schlauer.

Stefan:
Welche Unterrichtsinhalte haben Dir in Deinem jetzigen Berufsumfeld besonders
geholfen?
Julia:
Eine bessere Vorbereitung auf das jetzige Berufsumfeld als flüggedesign gibt es nicht!

Stefan:
Welche positiven und negativen Erfahrungen hast Du in den vergangenen Monaten
gemacht?
Julia:
Eigentlich durchweg positive Erfahrungen. Das einzig negative ist vielleicht die Erkenntnis, dass der Kunde König ist,
auch wenn man manchmal wirklich verzweifeln könnte, bei zu viel Beratungsresistenz.

Stefan:
Wo soll für Dich die Reise in Zukunft hingehen? Was sind Deine Ziele?
Julia:
Man muss sich ja realistische Ziele stecken und das wäre auf jeden Fall erstmal eine Junior Stelle zu bekommen.
In ferner Zukunft sehe ich mich irgendwo in einer Designagentur, die sich viel mit Print, Veredelungstechniken, Illustration,
Grafikdesign beschäftigen.
Am liebsten würde ich mich irgendwann mit Freunden aus den Bereichen Architektur, Fotografie und Grafikdesign selbständig machen und ein Designbüro gründen.

Stefan:
Wie und wo holst Du Dir Inspiration für Deinen Job?
Julia:
Mode, Musik, Kunst, Fotografie, Malerei, Architektur; einfach alles kann Inspirationsquelle sein.
Man sollte einfach immer interessiert durch die Welt gehen, Augen und Ohren für alles Mögliche offen halten.
Selbst wenn man kein Technikfreak ist, sollte man trotzdem immer so „technik-news“ verfolgen, um zu wissen,
was es alles an Erneuerungen gibt, neue Umsetzungsmöglichkeiten etc.

Stefan:
Was würdest Du den jetzigen Studenten der Kunstschule Wandsbek raten?
Julia:
Nutze die Zeit des Studiums um zu experimentieren, nimm alle Angebote wahr, die dir gegeben werden.
Realistisches Zeitmanagement ist ganz wichtig, vorallem wenns auf die Abschlussarbeit zugeht.
Unerfüllbare To-Do-Listen demotivieren nur und sind unproduktiv.
Am besten ihr bewerbt euch bei flüggedesign um schon während des Studiums Praxiserfahrung zu sammeln. Oder ihr bewerbt euch alternativ, sofern ihr die Zeit investieren könnt, auf einen Praktikumsplatz in einer Agentur.
Beste Vorraussetzungen für einen holperfreien Start in die Berufswelt!
Viele Grüße,
Julia

Super Julia, schön zu hören, dass es dir gut geht und du deinen Weg gehst!
Wir sind gespannt, was wir in naher Zukunft von dir hören!