Ein großer Vorteil am Beruf des Kommunikationsdesigners ist die Vielseitigkeit und Abwechslung.

Doch was genau damit gemeint ist, ist häufig unklar und schwammig formuliert, wir versuchen mal Lichts ins Dunkel zu bekommen.

Die häufigsten Arbeitgeber von Kommunikationsdesignerinnen und -designern sind Agenturen und Verlage, gefolgt von der Selbstständigkeit und mit ein bisschen Abstand auch das Fernsehen oder direkt Unternehmen mit eigener Grafikabteilung. Gute Ideen werden jedoch überall benötigt und wer mit kreativem Einsatz gute Lösungen liefert, findet mit Sicherheit auch für sich eine Marktlücke, von der bisher noch niemand etwas weiß. Doch bleiben wir bei der gängigen Praxis. Wir haben einmal eine Übersicht erstellt, was welcher Arbeitgeber bieten kann.

Agenturen

Die zwei großen Gegenüberstellungen in Agenturen ist Werbung und Design, bzw Markenentwicklung. Dann gibt es noch verschiedene Unterkategorien mit verschiedenen Eigenschaften und Schwerpunkten.

Eine Design- bzw. Marken- und Fullservice-Agentur entwickelt Strategie und Identität eines Unternehmens oder einer Marke. Dazu gehört der Name, die Identität, auch das Logo und Corporate Design. Das Corporate Design (kurz CD) beinhaltet in jedem Fall Logo, Visitenkarten und Briefpapier, je nach Unternehmensgröße kommen auch andere Medien wie Geschäftsbericht, Imagebroschüre, Internetauftritt, Autobeschriftung, Gebäudearchitektur, Verpackungsdesign uvm. dazu. Wenn dies alles entwickelt wurde, kann die Marke bzw. das Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen anbieten, hier kommt dann die Werbeagentur ins Spiel.

Werbeagentur

Die Werbeagentur bietet hauptsächlich Werbung im klassischen Sinne. Das bedeutet Anzeigenkampagnen in Magazinen, Citylight-Plakate, Plakatwände in U-Bahnstationen, an Bushaltestellen und auf Bussen, TV-Spots, Radiospots oder Kinospots. Eine gute Werbeagentur geht mit dem Trend und versucht auch Werbung an ungewöhnlichen Orten und mit ungewöhnlichen Methoden zu schalten, das nennt sich auch Guerilla-Marketing. Ein weiterer Trend der stark im Kommen ist, ist Virales Marketing. Das bedeutet, dass ein Ereignis, meist auf Video festgehalten, ins Internet gestellt wird und auf Grund der Attraktivität weiter gegeben wird. Die Werbebotschaft funktioniert hier meist nur unterschwellig. Das Spiel Moorhuhnjagd ist das beste Beispiel, es wurde von der Marke Johnny Walker in Auftrag gegeben und wurde zum absoluten Trend. Ein Kunde, also ein Unternehmen oder eine Marke, wendet sich meist mit einem Produkt oder einer Dienstleistung an eine Werbeagentur, die dann die Aufgabe hat, das Produkt oder die Dienstleistung des Kunden zu verkaufen. Abhängig von der Art und Weise der Werbung, die im Kern und in der Aussage von einer solchen Agentur entwickelt wurde, können nun verschiedene Produktionsagenturen mit ins Boot geholt werden.

Multimedia-Agentur

So kann eine Multimedia-Agentur gute Unterstützung bei der Produktion von animierten Werbespots liefern.

Auch Online-Agenturen werden des Öfteren von Design- oder Werbeagenturen zusätzlich gebucht. In deren Verantwortung liegt dann die Programmierung und Umsetzung der Internetpräsenz, die Vorgaben hierfür liefert häufig die Designagentur. Häufig wird auch für ein neues Produkt eine eigene Internetseite gestaltet, sodass auch eine Zusammenarbeit von Werbeagentur und Online-Agentur statt finden kann.

Eventagentur

Die Eventagentur kommt dann zum Einsatz, wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, das beispielsweise auf Messen präsentiert wird. Dies ist meist im technischen Bereich der Fall, neue Automodelle kommen heutzutage kaum noch ohne eine gute Messepräsenz aus. Auch im Kommunikationsbereich wird gerne auf die Wirkung von Messeständen zurück gegriffen. Aber auch Roadshows und Festivals werden in die Hand von Eventagenturen gegeben. Auch hier zählt die Idee und die visuelle Umsetzung.

Packaging-Agentur

In einer Packaging-Agentur geht es, wie der Name schon sagt, um die Verpackung. Um im Regal im Laden hervor zu stechen, reicht heutzutage kaum mehr ein rechteckiger Pappkarton. Hier gilt es, mit innovativen Ideen sich von Wettbewerbern abzuheben.