In der Projektwoche 2009 lud Dozent Oliver Hahn zum Outdoorzeichnen an Alster, Elbe, Hafen, Jenischpark und Jungfernstieg.
Ein Bericht von Karina Lüdemann:

Eine Woche vor den Ferien jeden Tag draußen an der Alster, der Elbe oder im Park sitzen und die Sonne genießen… Was gibt es Schöneres? Und so entschied ich mich für den Workshop „Outdoorzeichnen“.

Fangen wir mal mit den Sachen an, die ich spannend fand: Da wäre zuerst zu nennen die „Nass-in Nass-Technik“ mit Aquarell, in die Oliver Hahn uns eingeführt hat. Es war erstaunlich zu sehen, was für interessante Formen entstehen, wenn man Aquarellfarbe auf ein nasses Blatt Papier gibt, wie die Farben ineinander verlaufen und sich zu neuen Farben und Gebilden zusammenfügen.

Weiterhin fand ich es spannend zu sehen, wie Studis aus dem 2. und 3. Semester die Aufgaben lösten. Man konnte sich beim ein oder anderen viel abgucken, was Farbgebung, Pinselführung und Komposition anbelangt. Überhaupt war es interessant zu sehen, dass unter den Teilnehmern so viele verschiedene Werke entstanden sind, zu ein und demselben Motiv. Alle hatten auf ihre Art ihren Reiz.

Während wir an Studien in unserem Skizzenblock saßen, hat Oliver Hahn uns hin und wieder „Stress“ gemacht. „Schneller, Schneller“ hieß es dann manchmal, sodass wir bei den Zeichnungen kaum Zeit hatten nachzudenken. Was auch gut war. Denn im Endeffekt sind die Ergebnisse umso spannender, dynamischer und bewegter geworden. Das war überraschend.

Sowieso ist mir aufgefallen, dass diejenigen Bilder am besten geworden sind, in die ich am wenigsten Zeit investiert habe. Denn an diesen habe ich am freiesten gearbeitet, habe Bleistift, Feder und Farbe fast willkürlich aufgetragen, war risikobereiter. Das war wohl die größte Überraschung: zu sehen, wie viel mehr Wirkung und Spannung ein „freies“ Bild erzeugt.

Ich habe viel gelernt, ich bin viel freier geworden, versuche mich nicht mehr an Details, sondern habe ein bisschen den Blick für das Wesentliche im Bild bekommen. Ich kann besser reduzieren und fokussiere mich auf bestimmte Aspekte im Bild. Weniger ist eben mehr, oder wie Oli immer so schön sagt: „Mach nich zu viel!“ 😉

Achja, und noch eine ganz wichtige Sache, die ich gelernt habe: Abgucken! Man kann, nein SOLLTE sich von anderen inspirieren lassen und sich bei anderen was abgucken.

Insgesamt war der Workshop eine tolle Erfahrung, ich habe mich durch ihn zeichnerisch und malerisch ein Stück weiterentwickelt.

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