Nils Gaudlitz, ehemaliger KW Student. Mittlerweile als Kreativer gut unterwegs, doch was genau macht eigentlich Nils?
Als er noch bei uns studierte kümmerte er sich neben seinem Studium auch um die Inhalte der Website und unsere Social Media Kanäle. Er war unser PR Chef. Ein fleissiger, lustiger und kommunikativer Mensch, also genau der Richtige für kreative Kommunikation!
Wir haben ihn einmal angeschrieben und ein wenig ausgefragt:

Mia:
Nils, wo treibst du dich zur Zeit rum und was machst du da?
Nils:
Hamburg, leben. Um auf den Kern der Frage einzugehen, ich bin bei der KNSK als Art Director Digital tätig. Ich verbringe einen Großteil meiner Zeit damit, in Photoshop Website-Layouts zu bauen, responsive natürlich. Das war damals im 4. Semester etwas einfacher. Soweit ich mich erinnere waren 1024×768 Pixel ausreichend. Heute baut man immer gleich 3 oder 4 Versionen der Website für den Desktop, Tablet Landscape, Tablet Portrait und Smartphone … bin gespannt was ich mache wenn die erste Smartwatch mit rundem Display erscheint. Eine weitere Aufgabe ist Online- und Mobileadvertising.

Mia:
Wie gestaltet sich dein Stundenmodell? Arbeitest du in Teilzeit oder als Nebengewerbe?
Nils:
Teilzeitmodelle sind in der Werbung ja eher schwierig, daher bin ich von Montag bis Freitag von Morgens bis Abends in der Agentur. Aber alles (na gut vieles) was an Zeit übrig bleibt, nach Feierabend und am Wochenende fließt in meine große Leidenschaft und meinen Nebenberuf, die Fotografie.

Mia:
Würdest du KWabgängern eine Selbstständigkeit empfehlen und hast du Tipps für sie?
Nils:
Wenn ich ganz ehrlich sein soll, nein. Eine Selbstständigkeit direkt nach dem Studium halte ich für gefährlich. Natürlich gibt es Ausnahmen, die es geschafft haben und vor denen ich sehr großen Respekt habe. Aber ich merke, dass ich nach mehreren Jahren in unterschiedlichen Agenturen immer wieder Neues dazu lerne, was ich in der kunstschule wandsbek nicht gelernt habe. Das hat nichts mit fehlenden Lerninhalten zu tun, sondern viel mehr mit der Komplexität des Marktes “da draußen”. 7 Semester reichen da einfach nicht aus. Es ist immens wichtig zu wissen, mit welchen anderen Gewerken man als Designer unter Umständen zu tun hat und wie man am besten mit ihnen zusammen arbeitet. Ich klatsche meinem Texter-Kollegen Maik (Name geändert, er heißt eigentlich Kai) ein Bannerlayout auf den Tisch und er weiß, was zu tun ist. Ich weiß, wie aufgeräumt oder chaotisch eine Photoshop-Datei sein darf, damit ein Programmierer damit arbeiten kann oder nicht. Das selbe gilt für die Beratung, Art Buying, Flasher, Reinzeichnung, Fotografen, Filmproduktionen etc. Lange Rede kurzer Sinn, die Zusammenarbeit mit vielen tollen Kollegen hat mir sehr geholfen, etwas mehr Durchblick durch die ganze Branche zu bekommen. Als Onemanshow ohne Erfahrung hat man es viel zu schwer.

Mia:
Auf deiner Seite sieht man viel Hochzeitsfotografie. Ist das eine Spezialität von dir?
Nils:
Ja!!! Hochzeiten machen mir riesigen Spaß. Es ist so Abwechslungsreich, Reportagefotografie, Portraits, Stillife, Partyfotografie, hin und wieder Architektur und Landschaft … und Essen. Mir ist es wichtig, dem Brautpaar ein Gesamtpaket an Bildern zu liefern, sie sollen die komplette Hochzeit als Geschichte in meinen Bildern wiederfinden. Es geht hier nicht um das eine, perfekt scharf geschossene Bild, das am Ende zu Tode bearbeitet wird.

Mia:
Was gefällt dir daran besonders?
Nils:
Da gibt es so vieles. Ich mag die gut gekleideten, glücklichen Menschen. Ich mag es, wenn die Braut während der Vorbereitung immer nervöser wird und mit ihren Mädels den ersten Champagner köpft. Ich mag es, wenn der Bräutigam eine Träne verdrückt und dazu steht, ich es fotografiert habe und am Ende zeigen darf.

Mia:
Wo trifft man dich, wenn du nicht grad beruflich unterwegs bist?
Nils:
Am Meer. In der Hafencity. Im Quarree in Wandsbek. In guten Restaurants. Manchmal auf dem Kiez.

Mia:
Hast du einen hilfreichen Hinweis an unsere Studis, vielleicht auch besonders für die Abschlusssemester?
Nils:
Nutzt die Zeit des Studiums, um eine coole Bewerbungsmappe zu basteln. Macht euch Gedanken zu euren Arbeiten. Stellt euch vor, dass ihr mit einer Broschüre aus dem dritten Semester 2 Jahre später in einer großen Agentur vor einem Art Director sitzt und ihm sagt: “Hier schau mal, hab ich gemacht und ich bin immer noch stolz drauf!”

Danke Nils, dass du dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten. Es ist schön zu sehen, dass es bei dir so gut läuft und es dir gut geht! Wir sind gespannt, was da alles noch kommt und wir fragen gern wieder nach 😉
Alles Gute für dich!
Wer nun noch etwas mehr von Nils sehen möchte, schaut sich am besten auch auf seiner Seite um!  www.nilsgaudlitz.de