Kürzlich fragten wir einige unserer Studierenden zu ihrem ganz persönlichen Weg zu uns an die kunstschule wandsbek und konnten vereinzelt schon ganz besondere Wege sehen, die wir uns gern mal genauer anschauen wollten.

So zum Beispiel stiessen wir auf Caroline Bröker, die sich schon besonders früh sicher war, dass sie ihr Weg sie zu uns führen wird und sie sollte damit auch Recht behalten.
Wir haben sie gebeten uns ein bisschen was dazu zu erzählen.

Mia:
Carolin, erzähl mal! Wie bist du denn auf die kunstschule wandsbek aufmerksam geworden?
Carolin:
Aufmerksam geworden bin ich darauf, als ich als total trotzige und nervige 15-Jährige von der Schule aus auf eine Studien- und Ausbildungsmesse in Delmenhorst geschleppt wurde. Eigentlich wollte ich schwänzen und erzählen, ich wäre todkrank oder so. Vor allem, weil wir vorher noch Sport hatten, aber ich hab mich umentschieden

Mia:
Gut, dass du dich umentschieden hast. Was hast du an diesem Tag für eine Erfahrung gemacht?
Carolin:
Auch, wenn ich damals in meiner pubertären Trotzphase war, hatte ich Zukunftssorgen. Viele in meinem Umfeld hatten schon einen genauen Plan, was sie nach der Schule machen wollten, aber ich nicht.
Der einzige Leitfaden war, dass ich „irgendwas mit Kunst“ machen wollte, obwohl ich nicht die größte Zeichnerin bin.
Bei dieser Messe habe ich dann direkt diesen Stand gesehen. Auffällige Shirts, interessantes Logo, es wirkte einfach irgendwie anziehend. Also bin ich gleich da hingetigert, um mir mal anzuhören, wofür da geworben wird, und zack war ich mit Markus im Gespräch und diiiirekt hatte die zickige Carolin einen Zukunftsplan: Ab an die KW!

Mia:
Nun hattest du ja noch einige Jahre Zeit bis du loslegen konntest. Der Wunsch blieb dennoch? Und was hast du in der Zeit gemacht?
Carolin:
Ja, genau, ich habe weiter daran festgehalten. Irgendwann habe ich mich dann auch mal gefangen und wieder mehr für die Schule gemacht. Das Abi brauchte ich zwar nicht für die KW, aber es war mein persönliches Ziel und ich bin froh, das geschafft zu haben! Über die Jahre hinweg habe ich meine Mappe zusammengestellt, bis ich dann, ein halbes Jahr vor den Abiprüfungen, fertig war und mich beworben habe.

Mia:
Was hast du in deiner Mappe so gezeigt?
Carolin:
Am Überzeugendsten waren wohl meine Fotografien in der Mappe. Davon habe ich ungefähr sechs mitgebracht. Ich hatte bei den Motiven immer sehr viel Glück mit Tieren, die mir mehr oder weniger zufällig begegnet sind. Ansonsten zeigte ich einige Acrylmalereien auf kleinen Leinwänden, die ich auch zum Teil im Kunstunterricht angefertigt habe. Beispielsweise ein Vanitas-Stilleben. Ansonsten kleinere Skizzen oder Bilder mit Bleistift oder Ähnlichem. class=“null“>Ich schreibe auch ganz gerne, weshalb ich auch ein selbst verfasstes Gedicht mitgebracht habe. Das war auch minimal gestaltet.

Mia:
Nun hat es ja mit meinem Platz an der kw geklappt. Wie weit bist du nun und wie gefällt es dir?
Carolin:
Ich bin jetzt im 3. Semester und es gefällt mir immer noch sehr gut. Zwischenzeitlich hatte ich auch mal den ein oder anderen Durchhänger und habe gezweifelt, aber sobald ich wieder eine richtig gute Idee hatte, war das auch meist wieder erledigt!

Mia:
Was würdest du jemandem sagen, den du an einem KW Messestand triffst? So ganz aus der Sicht einer aktiven Studierenden.
Carolin:
Da fällt mir direkt mein Abimotto ein: „Alles ist möglich, wenn du willst“. Das ist ein Zitat aus einem Song, wonach ich auch lebe.
Wie schon erwähnt, bin ich nicht die beste Zeichnerin, aber wenn man was wirklich will und sich selbst motiviert, kann man alles schaffen. Man sollte sich nicht von Selbstzweifeln unterkriegen lassen! Die KW öffnet dir alle Türen, du musst dich nur trauen durchzugehen

Was für ein schöner, motivierender Schlußsatz!
Es ist schön zu sehen, dass du dir schon so früh sicher warst, dass du an die kunstschule kommen wirst und daraufhin gearbeitet hast! Wir sind gespannt, was du nun so kreatives zaubern wirst!