Hallo Hendrik, du bist unser Studie des Monats. Wir gratulieren dir dazu!

Erzähle uns doch bitte erst einmal etwas über dich.

Mein Name ist Hendrik Seger und für mich war es schon immer wichtig etwas Kreatives auszuüben. Etwas anderes als diese monotonen, immer gleichen Berufe die es in der Arbeitswelt zuhauf gibt, sondern etwas für mich bedeutsameres. Ich habe stets die Ambitionen etwas Neues zu schaffen. So begegne ich auch dem Alltag immer mit offenen Augen und suche in ihm Formen und Farben als meine ständigen Lesehilfen. Auf diese Weise sehe ich die Werbung und künstlerischen Arbeiten anderer, erkenne deren Potential und möchte es auch nutzen um es noch zu verbessern. Dadurch möchte ich den Betrachtern meine Art zu arbeiten zeigen und näher bringen. Denn jeder Werber hat auch seinen eigenen Stil, welcher letzten Endes auch von den Agenturen gekauft wird.

Warum hast du dich denn für die KW Bremen entschieden?

Das ist ganz einfach; Das ist darauf zurückzuführen, dass ich vor einigen Jahren noch einen völlig anderen Zweig eingeschlagen hatte. Denn zuvor war ich auf der einjährigen Wirtschaftsschule und habe mich dort im Bereich Großhandel weitergebildet. Damit wollte ich ursprünglich in die Fußstapfen meines Vaters treten. Doch die gesamte Thematik empfand ich als sehr trocken und überhaupt nicht mit meinen Vorstellungen vereinbar, so dass ich beschloss, meinen Kopf frei zu bekommen und einen neuen Weg einzuschlagen.
Freunde von mir machten mich durch Zufall in dieser Zeit auf einen Messestand der Kunstschule Wandsbek aufmerksam und meinten ich solle mir das einmal anschauen. Nach wenigen Minuten war ich bereits hin und weg und wusste für mich, dass das genau meine Welt sein sollte.

Du bist ja gerade mit dem 6. Semester gestartet. Hast du bereits irgendwelche Erwartungen oder Fächer auf die du dich speziell freust?

Ich glaube, das 6. Semester, dass ist mein Semester! Denn wenn ich mir anschaue welche Themen wir dort behandeln, weiß ich, dass es mir sehr gefallen wird. Im 5. Semester zum Beispiel hatte ich anfängliche Schwierigkeiten mich zurecht zu finden. Da ich mit vielen Fächern zuvor noch nie in Berührung geraten war, empfand ich es als äußerst hilfreich, diese neuen Themenbereiche kennen zu lernen. Fotografie zum Beispiel war ganz neu für mich. Aber durch eben dieses Ausprobieren habe ich nun eine passende Richtung für mich gefunden. Deshalb kann ich auch genau sagen, dass das Fach Editorial Design im jetzigen Semester genau das ist, was ich auch später vielleicht machen werde. Dieses Interesse fing an, als wir die ersten Broschüren gestalteten. Besonders der Schwerpunkt Typografie lag mir am meisten und bereitete mir den größten Spaß.

Das heißt, Typografie hat dich auch nachhaltig beindruckt?

Ich würde sagen ja. Witzig ist, dass ich damals ziemliche Schwierigkeiten in diesem Fach hatte. Insgesamt hatten wir ein Jahr Typografie und es war fürchterlich für mich (lacht). Erst ein Jahr später habe ich das Arbeiten mit Schrift als Leidenschaft für mich entdeckt und blühe darin nun richtig auf. Auch privat arbeite ich viel in diesem Bereich.

Die Typografie ist also nun mit zu deinen Hobbys geworden?

Auf jeden Fall. Denn privat schreibe ich auch sehr gerne und versuche so auch meine Artikulation und meine Wortwahl zu verbessern. So verfasse ich auch viele Texte aus meinen persönlichen Erlebnissen und illustriere sie im Nachhinein typografisch. Dadurch entstehen dann richtige Magazine. Eines ist im letzten Monat fertiggestellt worden und ein weiteres befindet sich zurzeit im Druck. Diese Hefte haben zwischen 50 und 70 Seiten und es macht mich schon ein wenig Stolz so etwas neben der Schule zu erarbeiten. Da der Inhalt der Hefte alle meine Gedanken umfasst ist es auch etwas ganz Persönliches für mich. Daher sehe ich auch davon ab es zu vermarkten. Damit habe ich mir einen kreativen Platz geschaffen in dem ich mich ausleben kann und der meine Geheimnisse wahrt.

Vielen Dank das du dir für uns die Zeit für unser Gespräch genommen hast und wir wünschen dir auch weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deinem Studium.