Christina, du bist unsere Studierende des Monats. Herzlichen Glückwunsch!

Erzähl uns doch einmal kurz wer du bist.
Ich bin Christina Müller, 22 Jahre jung und wohnhaft in Bremerhaven. Das bedeutet, dass ich momentan immer zwischen Bremen und Bremerhaven pendele. Seit 2012 bin ich nun an der Kunstschule Wandsbek in Bremen und befinde mich zurzeit im 5. Semester.

Wie bist du denn an die KW Bremen gelangt?
Da ich damals im Abitur schon einen sehr künstlerischen Schwerpunkt hatte, interessierte ich mich schon früh für eine gestalterische Laufbahn. Während dieser Zeit fand eine Berufsinformationsmesse statt und dort informierte ich mich über die Kunstschule Wandsbek. Später habe ich über die Webseite der KW erfahren, dass es auch in Bremen einen Standort gibt, was für mich von der Distanz her angenehmer war als Hamburg. Ich habe mich gleich darauf beworben und wurde auch angenommen. Deswegen sitze ich ja auch hier (lacht).

Wenn du Kunst als Schwerpunkt gewählt hattest, bist du wahrscheinlich auch in deiner Freizeit sehr kreativ?

Das war irgendwie schon immer so, dass ich mich in allerlei Bereichen künstlerisch ausgetobt habe. Mir macht es einfach sehr viel Spaß etwas zu entwickeln und im Nachhinein zu sehen was einem nach langer Arbeit gelungen ist.

Hattest du bereits Projekte, welche dich vielleicht schon für deinen späteren Beruf geprägt haben?
Ich versuche mir immer zwischendurch kleine Aufträge zu besorgen und mit möglichst vielen kreativen Personen in Kontakt zu treten. Beispielsweise habe ich für eine Makeup-Artistin aus Stuttgart ein Corporate Design entwickelt. Gerade solche Aufträge versuche ich immer mal wieder umzusetzen. Es ist immer ein unglaublich tolles Erlebnis zu sehen wie etwas, dass ich entwickelt habe später auch realisiert wird. Deshalb freue ich mich, wenn ich ihre Einkaufstüten mit dem von mir kreierten Logo darauf sehe.

Nun bist du ja schon im 5. Semester. Welche Fächer haben dich denn bis jetzt am meisten geprägt?

Ich muss sagen, ich bin an dieser Schule mit sehr vielen neuen Fächern in Kontakt gekommen und musste erst einmal alle Bereiche kennenlernen. Unter vielen Fächern konnte ich mir zuvor gar nichts richtig vorstellen und war umso mehr überrascht, wieviel Spaß sie mir doch bereitet hatten. Ich habe in allen Fächern sehr viel dazugelernt, deswegen gibt es für mich keinen wirklichen Favoriten. Natürlich hatte ich auch Fächer welche mir mehr Spaß bereiteten als andere, doch insgesamt waren alle sehr hilfreich.
Ich muss dennoch sagen, dass Fotografie mich schon immer faszinierte. Bereits vor der Schule war es schon immer meine Leidenschaft zu fotografieren. Da ich zuvor überwiegend vor der Kamera gearbeitet hatte, war es nun spannend endlich auch einmal den Bereich dahinter kennen zu lernen. Ich finde Fotografie kann man sehr vielseitig verwenden. Auf der einen Seite kann es sehr künstlerisch interpretiert werden, auf der anderen Seite auch sehr werblich für die eigenen Broschüren. Ich glaube dieses Problem kennt jeder Student; man erstellt eine tolle Broschüre, findet jedoch kein hochwertiges Bild im Internet. Und mit unserem jetzigen Knowhow, können wir diese Bilder einfach selber erstellen.

Nach all der Arbeit, wie sieht es denn dann in deiner Freizeit aus?

Was mach ich denn in meiner Freizeit? (lacht) Welche Freizeit denn? Klar, solch ein kreatives Studium nimmt einem schon ein wenig Freizeit, da wir ja auch außerhalb der Schulzeit an manchen Projekten weiter arbeiten. Doch man findet immer Zeit für einen Ausgleich. Seit Anfang des Jahres habe ich einen eigenen Blog, in den ich viel Arbeit investiere. Ich beschäftige mich viel mit Fotografie, Typografie und lasse meiner Kreativität einfach freien Lauf. Da ich auch sehr gerne und viel verreise, versuche ich immer Inspirationen aus anderen Regionen mitzunehmen und neu zu interpretieren.

Danke, dass du dir die Zeit für unser Gespräch genommen hast und wir wünschen dir auch weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg für dein weiteres Studium.