Hallo Isabel, du bist unser Studi des Monats, gratuliere!

Stell dich doch einmal kurz vor, bitte.

Hallo! Ich bin Isabel und im siebten Semester. Ich bin gebürtige Bremerin, wohne aber zurzeit in Weyhe (früher fand ich es schlimmer auf dem „Dorf“, aber seit dem Führerschein ist es in Ordnung ;-)).

Du hast das Finale des Studiums erreicht und arbeitest gerade an deiner Abschlussarbeit. Erzähle doch ein wenig davon.

Ich mache eine Kampagne in dem Bereich Social Marketing. Das Konzept habe ich gerade abgegeben, nun geht es an die Ideenfindung. Ich hatte schon Gespräche mit verschiedenen Dozenten und bekam häufig zu hören: „das ist nicht einfach, was du dir da ausgesucht hast“ (lacht).

Meine Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, da ist es schwierig, den richtigen Ton zu finden. Man kann auch immer nur mutmaßen, was die cool finden würden. Trotzdem bleibe ich dabei.

Auch, weil ich mir vorstellen kann, in der Richtung beruflich weiter zu machen. Ich hätte es schade gefunden, zum Abschluss etwas zu machen, das „nur schön“ ist. Diese Arbeit soll ja das Schmuckstück meines Portfolios werden und dann muss da auch was dahinter stecken.

Du siehst dich in Zukunft also als Kampagnenschmiedin?

Da hätte ich auf jeden Fall große Lust zu. Generell mag ich es, konzeptionell zu arbeiten, aber wir sind ja Generalisten und so werde mich bei verschiedenen Agentur bewerben.

Vor nicht allzu langer Zeit hast du an einem größeren Projekt mit anderen Studierenden gearbeitet, dem Viertel Kalender. Wie war die Teamarbeit und wie kam es überhaupt zu der Kooperation?

Das war total cool!

Der Kontakt entstand über die Firma Medienhaven, die den Kalender die Jahre zuvor schon druckte, zu unserem Dozenten Björn Behrens. Die IGV, die den Kalender herausbringt, brauchte neue Bilder. Ursprünglich sollten wir allerdings nur Fotos machen und daraus wurde im Team dann schnell ein komplett neues Gestaltungskonzept.

Die Zusammenarbeit hat viel Spaß gemacht und gut funktioniert und das obwohl wir in dieser Zeit in vielen Fächern Abgaben hatten. Trotzdem wurde aber auch die Strapazierfähigkeit getestet (lacht).

Jeder von uns vieren konnte gut sein eigenes Ding einbringen.

Herausgekommen jedenfalls ist ein Kalender, mit dem man viel machen kann. Es wird mit einem Kleiderbügel aufgehängt. Wenn das Jahr um ist, kann man, wer Lust und Platz hat, mit unseren Fotos seine Wände tapezieren und den Bügel weiterverwenden…

Deine Zeit an der KW ist bald schon um, der Abschluss rückt näher. Wie war das Studium im Rückblick?

Wir haben in unserem Semester schon festgestellt, dass wir nach dem Abschluss vermutlich erstmal nicht mehr lebensfähig sein werden ohneeinander (lacht).

Trotz der verschiedenen Charaktere passt es einfach und wir haben uns immer super verstanden.

Wenn ich so an das Studium denke, dann kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich es nie bereut habe, hierher gekommen zu sein. Im Unterricht versteht man manchmal nicht sofort, warum man bestimmte Sachen tun muss, aber hinterher, wenn man bemerkt, was man daraus gelernt hat, ist alles eine runde Sache.

Es ist ja auch so, dass man eigentlich erst nach der Zwischenprüfung im vierten Semester anfängt, seine kreative Persönlichkeit, die eigene Handschrift zu entwickeln.

Was mir aber schon früh aufgefallen ist, dass sich der Blick für Gestaltung im Alltag total schärft. Das fällt mir (oder eher meiner Mutter, die sich dann immer über mich wundert) häufig auf, wenn ich unterwegs bin.

Isabel, vielen Dank für das Gespräch und wir drücken dir die Daumen für deine Abschlussprüfung – viel Erfolg!

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