Exkursion des 2. Semesters

Exkursion des Semesters 2.1 Gruppe B, in die Galerie der Gegenwart, Hamburg

 

Am 10.12.2013 besuchte die B-Gruppe des Semesters 2.1 im Rahmen des Seminars „Farbe & Form / Bildende Kunst“ mit dem künstlerischem Leiter und Dozenten Markus Böhler die Ausstellungen „One More than One“ von Eva Hesse und „Line as Object“ von Gertrud Goldschmidt, genannt „Gego“ in der Hamburger Galerie der Gegenwart.
Sowohl Eva Hesse als auch Gego sind Künstlerinnen aus Deutschland mit jüdischen Wurzeln die nach Nord- bzw. Südamerika immigriert waren und die mit damals nicht gängigen Materialien Skulpturen und Objekte erschaffen haben. Beide Künstlerinnen waren Vorreiter, die dem Begriff „Skulptur“ die heutige Bedeutung verliehen haben. Dass man auch in diesem Bereich abstrakt arbeiten kann und darf war bis dato eher unüblich.

Auch wenn die Ausstellungen nicht jedermanns Geschmack traf, war doch für jeden ein Funke Inspiration und ein Moment des Nachdenkens dabei.

Eva Hesses Werke werden ein letztes Mal ausgestellt, denn sie hatte eine Vorliebe für vergängliche Materialien, wie z. B. Polyester, Glasfaser und Latex. Trotz dieser – für die Zeit der Erschaffung – unüblichen Materialien hat sie es geschafft organisch anmutende Skulpturen zu erschaffen, die beispielsweise an Riesenpilze, natürliche Formen oder Innereien erinnern. Der Zufall war hierbei genauso ein Teil ihrer Kunst, wie auch das Experimentieren, Erkennen und was „den Raum nutzen“ betrifft.

Fazit: kontrastreich, fantasieanregend, speziell – nicht für jeden, aber für die meisten von uns lohnenswert.

Auch Gego wusste den Raum zu nutzen – mit ihrer einzigartigen Idee, die Linie als Objekt zu sehen und anstatt sie als Mittel zum Zweck zu benutzen, stellt Gego ebendiese in den Mittelpunkt ihrer Kunst. Es ist erstaunlich, wie inspirierend einige ihrer Werke sind und wie anders ihre Skulpturen.
Vor allem, wenn man sie in verschiedenen Winkeln und Perspektiven betrachtet ist es so, als ob man nicht eine, sondern gleich mehrere sieht. Auch der Abstand, in dem der Betrachter z. B. zu den Skizzen steht, beeinflusst die Wahrnehmung.

Fazit: inspirierend, abwechslungsreich, für jeden was dabei.

 

Doppelfazit: die Ausstellungen sind speziell, ungewöhnlich, liefern Ideen und Gedanken, die „über den eignen Tellerrand hinausgehen“. Was will man als Kommunikationsdesign-Student mehr?

Im Klartext: Eine Exkursion, die sich auf jeden Fall gelohnt hat.

 

Beide Ausstellungen können noch bis zum 02. März 2014 in der Hamburger Kunsthalle „Galerie der Gegenwart“ besucht werden. Tipp: Macht euch auf – zum Sehen und Erleben.

 

Daria Pomerantschik
Semester 2.1