Hallo Julia, du bist unser Studi des Monats, Glückwunsch!

Anna: Du, in einem Satz.

Julia: Ich bin Julia Engfer, 23, geboren und immer noch wohnhaft in Bremen und besuche das sechste Semester an der KW.

A: Wie bist du zur KW gekommen?

J: Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin gemacht und anschließend das Fachabitur mit dem Schwerpunkt Gestaltung. Schon in der Schulzeit haben mich die Fächer wie Werken, Textilgestaltung, Kunst – also alle Fächer, in denen es darum geht, kreativ zu sein und die Fantasie zu benutzen am meisten interessiert.

Von der KW habe ich mehr oder weniger durch einen Zufall erfahren und wusste sofort: Das ist es! Ich wäre auch nach Hamburg gegangen, aber habe dann in der Zeitung gelesen, dass es auch einen Standort in Bremen gibt. Das war die richtige Entscheidung.

Besonders das familiäre Klima der Kunstschule Wandsbek sowie die Dozenten die noch mitten im Berufsalltag stehen und engagiert dabei sind, haben mich überzeugt.

A: Du tobst dich neben dem Unterricht gern kreativ in Projekten aus. Welche waren das?

J: Bei dem ersten Projekt ging es um die Gestaltung von Messeplakaten für die Bundeswehr. Diese Herausforderung habe ich mit Sara Peterek und Sabrina Kuhlmann-Bokelmann aus meinem Semester erfolgreich gemeistert. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht und unsere Entwürfe wurden auch bei der Endauswahl genommen. Seitdem haben wir uns als Team bewährt und sind schon richtig aufeinander abgestimmt!

Vor Kurzem haben wir ein Corporate Design und Plakate für die Berufsmesse von Job4u entwickelt, es heißt Zukunftskiste (Hoch hinaus!). Ganz aktuell ist die Teilnahme am Wettbewerb für die Fassadengestaltung des Hochhauses in Lüssum.

Angefangen allerdings hat es mit dem Projekt „Sugo“ aus dem Fach Typografie, bei dem ich den ersten Platz gemacht habe.

A: Bei diesem Projekt hast du einen Einblick in die Realität des Designers gewonnen…

J: Ja, das war eine reale Situation, wie im Berufsleben. Man arbeitet eine ganze Zeit an einem Design, ist zufrieden damit, dann fließen die Kundenwünsche ein und alles wird total zerhackstückelt. Man muss eben lernen, damit umzugehen und auf die Vorstellungen des Kunden eingehen können.

A: Hast du eine Zukunftsvorstellung?

J: Mein Traum wäre es, in einer großen Agentur zu arbeiten und an Kampagnen mitzuwirken.

Die Projekte, bei denen ich mitgemacht habe, gehen alle in Richtung Corporate Design – diesen Bereich finde ich sehr spannend. Allerdings auch erst seit dem vierten Semester! (lacht). Bis zum 3. konnte ich überhaupt nichts damit anfangen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie es später in der Realität aussehen würde.

Weil es so viele Möglichkeiten darin gibt, werde ich mich auch in der Abschlussprüfung mit einem Corporate Design oder einer Kampagne beschäftigen, welches Thema genau, weiß ich allerdings noch nicht. Ich bin jedenfalls froh, schon einmal eine grobe Richtung zu haben.

Julia, danke für das Gespräch, viel Spaß in deinem Studium weiterhin und viel Erfolg bei der Prüfung!