Wir, die B-Gruppe des Semsters 2.2 der Kunstschule Wandsbek, hatten die Chance, am 12. August 2013 den SPIEGEL-Verlag zu besuchen.

Bisher hatten wir das SPIEGEL-Gebäude immer nur von außen zu Gesicht bekommen. Unsere Neugierde war nun umso größer, hinter die Fassade dieses Riesen zu schauen. Unsere Erwartungen wurden noch übertroffen, als wir das Gebäude betraten. Dreißig Stockwerke, die bis in eine beträchtliche Höhe reichen, verbunden mit riesigen Treppen, bei denen einigen von uns sofort das Hogwarts-Gebäude in den Sinn schoss.

Im gläsernen Aufzug, mit Blick über dieses architektonisches Meisterwerk, ging es für uns zunächst in einen Konferenzraum, in dem der große Tisch in der Mitte reichlich mit Getränken und Keksen gedeckt war. Überraschend für uns, dass genau an diesem Tisch jeden Montag die Redaktion des Verlags ihre Heftkritik hält und dass wir als „kleine Studenten“ so ernst genommen werden.

Nach einer ausführlichen Präsentation von Sabine Schäfer über das Unternehmen und dessen vielen Untergruppen, wie zum Beispiel „SPIEGEL Geschichte“ und „SPIEGEL Online“ etc., erfuhren wir, dass der SPIEGEL aus drei Bereichen besteht: aus dem Verlag, den redaktionellen Diensten und der Redaktion an sich.

Im zweiten Teil unserer Exkursion führte uns Nils Küppers durch die Abteilungen Schlussgrafik, Infografik, Titelgrafik und Layout. Auf dem Weg in die Abteilung Titelgrafik gingen wir an Fotos von all den Ausgaben der vergangenen Jahre vorbei – eine beeindruckende Menge, wenn man bedenkt, dass die erste Ausgabe 1947 gedruckt wurde. Bevor wir das Büro jedoch betreten durften, mussten erst einmal die Ideen und Scribbles für die aktuelle Titelseite von der Pinwand heruntergenommen werden, was uns wieder erstaunen ließ, wie tief wir hinter die Kulissen des Verlags blicken konnten.

Am Ende der Führung lud uns Nils Küppers in sein Büro ein und erzählte uns von seinem Beruf als Layouter. Auch bat er uns, konstruktive Kritik an seinen Redesign-Entwürfen des Kultur-SPIEGELs zu üben.

Durch die allgemein offene und freundliche Art war der Besuch des SPIEGEL-Verlags nicht nur eine alltägliche Besichtigung, dem ein oder anderen unserer Kommilitonen kam sogar der Gedanke, später eventuell in einem Verlag zu arbeiten.

Wir danken Sabine Schäfer, Nils Küppers und ihren Kollegen für die Einblicke, die sie uns in das Unternehmen und in die verschiedenen Berufe innerhalb eines Verlags gewährt haben.

Text: Lea Witte, Sina Stankus und Melina Wagner (Semester 2.2)
Foto:  Michael Wassenberg (Typografie-Dozent)