Hallo Alexander, du bist unser Studi des Monats an der KW Bremen, Glückwunsch.
Stell‘ dich doch einmal kurz vor.

Hallo, ich bin Alexander Laake, 19 Jahre alt und wohne im ländlichen Schwarme. Zurzeit studiere ich im 6. Semester.

Welcher Weg führte dich zur Kunstschule Wandsbek?

Ich habe durch eine Messe in Syke von der Kunstschule erfahren. Damals gab es sie nur in Hamburg, was für mich allerdings nicht in Frage kam. Umso größer war dann die Freude, als ich die Nachricht erhielt, dass in Bremen ein zweiter Standort eröffnen sollte. Wir waren also das erste Semester… das Pilotsemester, sozusagen.

Warum Kommunikationsdesign?

Ich komme aus einer Handwerkerfamilie, aber hatte das Glück schon mit 12 mit Photoshop experimentieren zu können, mich da „reinzufuchsen“ – das war genau mein Ding. Der Grundstein war also gelegt.
Als ich dann nach dem Realschulabschluss den 2. Platz bei einem Kreativwettbewerb machte und als Preis eine Reise an die Ostsee gewann, welche einen Malereiworkshop beinhaltete, war ich begeistert. Ich wollte etwas Kreatives studieren und auch später in dem Bereich arbeiten, das Angebot der Kunstschule Wandsbek passte und so kam eins zum anderen.

Was motiviert dich?

Ich laufe oft durch die Straßen und sehe lauter „Comic Sans“ – Dinge, die mir nicht gefallen. Unstimmigkeiten, besonders in der Außenwerbung stören mich ungemein… und unbedachte Firmenkommunikation, unfreundliche Mitarbeiter. Manchmal stelle ich mir vor, später in der Unternehmensberatung zu arbeiten, um genau die Dinge vielleicht ein wenig besser zu gestalten.

Gibt es ein Projekt, das dich besonders bewegt hat?

Im Fach Social Marketing haben wir eine Kampagne für die Stadtbibliothek entwickelt, deren Zielgruppe Analphabeten waren. Das hat einen erst einmal eingeschüchtert, man fragt sich: wie kann man Menschen, die nicht lesen können, am besten Informationen vermitteln und das, ohne sie als dumm darzustellen?
Wir haben im Team gearbeitet und es war schön zu sehen, wie man gemeinsam für ein schwieriges Thema eine Lösung findet. Ich würde sagen, bei diesem Projekt habe ich vor allem gelernt, dass es für alles eine Lösung gibt – das war eine wichtige Erkenntnis.

Und wenn du in deiner Freizeit kreativ bist?

In letzter Zeit mache ich sehr viel Fotografie. Für eine Reportage habe ich ein halbes Jahr lang Jugendhäuser besucht und die Jugendlichen dort fotografiert. Ich gehe da auch jetzt noch hin – jedes zweite Wochenende gibt es Konzerte, ich mache dann meine Fotos und die Leute freuen sich, dass jemand mit einer Kamera dabei ist und alles „dokumentiert“.
Ansonsten experimentiere ich immer noch gerne mit Photoshop herum oder bespraye T-Shirts (mit der sogenannten Stencil – Technik, dabei werden Schablonen aus Pappe angefertigt, die dann als Motivvorlage dienen).

Die Frage aller Fragen: hast du einen Plan für die Zukunft?

Keinen genauen, um ehrlich zu sein. Wie gesagt, im Moment ist es die Fotografie, die mich fasziniert, ich arbeite aber auch an einem Corporate Design für eine Firma. Mir macht beides Spaß und ich kann mich zwischen beidem noch nicht entscheiden.

 

Ganz gleich, was es wird: wir wünschen dir viel Erfolg dabei und noch viel Freude an deinem Studium.

In diesem Sinne: vielen Dank für das Interview, Alex.