(Interview ist dem Video entnommen)

Mia:
Stell dich doch ruhig einmal vor!
David:
Hi, ich bin David Kolb. ich bin 20 Jahre alt, komme aus Hamburg und studiere jetzt im fünften Semester an der kunstschule wandsbek. Ich bin an die kw gekommen durch eine Messe und als ich dann das erste Mal hier war habe ich gleich gemerkt „Das ist gut! Das gefällt mir hier! Coole Atmosphäre und nette Leute!“

Mia:
Du bist nun im 5. Semester, was gefiel dir am besten bis hier hin?
David:
Spaß gemacht haben mir eigentlich alle Sachen. Am leichtesten fiel mir..schwer zu sagen. Ich würde sagen „digitale Mediengestaltung„, weil ich da vorher schon dran interessiert war. Also mit Photoshop oder Indesign zu basteln. Allerdings fand ich auch gerade die Fächer, die mir schwer gefallen sind interessant. Zum Beispiel Aktzeichnen und dynamische Skizze fand ich schwierig am Anfang, weil ich noch nie so der geborene Zeichner war. Das ist aber besser geworden. Ich habe mich da sehr weiter entwickelt und das freut mich natürlich!

Mia:
Welche Pläe hast du für deine Zukunft?
David:
Besonders interessiert bin ich an den Bereichen Editorial Design, Typografie und Corporate Design und möchte da später auch gern drin arbeiten. Ich weiss jetzt noch nicht genau, wo ich da später richtig sein werde, aber ich bin mir sicher, dass ich da meinen Weg finde.

Mia:
Was machst du in deiner Freizeit?
David:
In meiner Freizeit mache ich eigentlich das gleiche, was ich auch hier an der Uni mache weiter. Ich gucke mir viele Arbeiten anderer Designer an, fotografiere gerne, mach auch gern Musik da hatte ich allerdings in letzter Zeit weniger Zeit für.

Mia:
Möchtest du in Deutschland oder lieber im Ausland arbeiten?
David:
Ich könnte mir vorstellen im Ausland zu arbeiten.
Ich war bereits in Neuseeland, das fand ich schön. Da möchte ich glaub ich nicht unbedingt arbeiten, aber es war eine spannende Erfahrung. Ich könnte mir auch vorstellen mal in ein nicht englisch sprachiges Land zu gehen. Ich hatte bereits überlegt in Barcelona an der Partneruni zu studieren. Es würde mich reizen nochmal eine neue Sprache zu lernen und dann nochmal ganz neu anzufangen. Da gibt es jetzt allerdings noch keine genaue Planung.

Mia:
Hast du eine Lieblingsschrift?
David:
Ich mag sehr gern Schriften von Adrian Frutiger, die Gotham gefällt mir auch sehr gut. Die kennen villeicht einige aus der Obama Kampagne. Gibt viele schöne Schriften!

Mia:
Wo surfst du im Internet rum und kann ich mehr von dir im Internet finden?
David:
Projekte von mir findet ihr auf meiner Webiste Davidkolb.de.
Inspirieren lasse ich mich auch auf anderen Websiten, behance.net ist natürlich immer super, neben anderen Seiten natürlich. Ich denke der erste Schritt ist immer, dass man sich klar macht, was man geil findet. Dass man sich fragt „was interessiert mich am meisten?“ und sich genau davon dann viel anguckt. Ich interessiere mich in letzter Zeit zum Beispiel besonder für Layoutgeschichten, aber auch für Fotografie und schau mir da dementsprechend viel an.
Wichtig ist auch, wie man sich inspirieren lässt, nicht nur wo. Viele, so habe ich das Gefühl, haben Angst sich inspirieren zu lassen. Denen ist es irgendwie peinlich Sachen „zu klauen“ oder so. Ich glaube aber das ist der falsche Ansatz. Die Meister des Fachs sind nicht umsonst Meister ihres Fachs und es schadet keinem sich das mal anzugucken, was andere so gemacht haben. Je mehr man merkt, was einem selber gefällt, desto einfacher ist es auch darin selber besser zu werden.

Mia:
Womit hat es bei dir mit dem Gestalten angefangen?
David:
Angefangen zu gestaltetn habe ich im Kindesalter schon. Ich hab auch schon immer viel Musik gemacht. Mit dem Zeichnen und Malen ging es dann erst später los, in der Schule, als die Lehrer mich dazu auch ein wenig bearbeitet haben. In der Oberstufe war ich dann im Kunst- und Kulturprofil und hab da auch überlegt mich in die Richtung weiter zu spezialisieren. Das war zunächst mehr eine „try and error“ Geschichte, denn ich wusste in der Oberstufe nicht genau, dass ich Kommunikationsdesigner werden will. Ich hab es einfach mal ausprobiert und jetzt ist es genau mein Ding.

Mia:
Möchtest du den jüngeren Semester noch etwas mit auf den Weg geben?
David:
An die neuen Semester würde ich weiterempfehlen immer die Augen offen zu halten. Das wird einem oft gesagt, aber man sollte rausfinden, was genau die Gebiete sind, die einen interessieren und sich dann damit zu beschäftigen. Sei es im Internet oder in den guten , alten Büchern. Kann man auch mal reingucken, das schadet garnicht. Zeitschriften sind natürlich auch wichtig. Ich hab zb die Slanted abonniert, das ist ein sehr gutes Magazin. Novum und Page sind natürlich auch zu empfehlen. Da sollte man sich mal umgucken und ansonsten das zu machen worauf man Bock hat und davon möglichst viel zu machen und dann wird man auch gut darin.

Mia:
Vielen Dank für das tolle Interview, David!
Hier könnt ihr euch anschauen, was David so gestaltet hat und stattet ihm auch gern einen Besuch ab!