Zeit: Ein Montag im Mai 2011
Ort: Raum 16

8.55 Uhr:
Ein kaum merkliches Surren vermischt sich noch zaghaft mit leisem Gemurmel.
Die Jalousien an den Fenstern sind heruntergelassen und betonen die morgendliche Stimmung.
Ich blicke in Gesichter mit entspannter Erwartung.
9.00 Uhr:
Auf den Monitoren baut sich die Arbeitsoberfl äche des Programms Adobe Flash auf.
Percy kommt zu mir und fragt nach, ob ich seine letzte Abgabe erhalten habe.
Die nächste Studentin reiht sich ein und erzählt, das sich Laras Zug verspätet hat und sie deshalb nicht
pünktlich erscheinen kann.
9.05 Uhr:
Langsam wird es regsam.
Fragen zur technischen Umsetzung der letzten Aufgaben werden besprochen: „Wie lässt sich der Sound entsprechend der darzustellenden Animation synchronisieren?“,
„Was muß man bei der Verwendung von Formtweens beachten“ u.v.m.
Schließlich besprechen wir die heutigen Unterrichtsinhalte;
Zettel werden verteilt und die 1. Aufgabe erklärt.
10.00 Uhr:
Zwischen konzentrierten Blicken auf die Bildschirme vermengen sich „Ah“s und „Oh“s, während die Sonne um unseren Eckraum schleicht.
12.00 Uhr:
Die Pause ist vorbei.
Das Mikroklima hat sich inzwischen verändert; der Raum ist wärmer, jeder arbeitet geschäftig an eigenen Animationen. Ab und zu gerät der Arbeitsfluß ins Stocken, weil das Programm nicht so reagiert, wie es doch eigentlich sein sollte. Laute Gedanken.
14.00 Uhr:
Der Unterricht neigt sich dem Ende.
Bevor Arbeitsergebnisse abgegeben, die Taschen gepackt und sich verabschiedet wird, kündige ich das Thema für den kommenden Samstags-Workshop an und schaue in freundliche Gesichter.
Ich frage mich, ob das die Vorfreude auf den Workshop oder die Freizeit am Nachmittag ist …