Worum geht es?
Von einer Umstrukturierung im Unterricht Webpublishing zu sprechen würde der Sache nicht gerecht werden.
Das Internet mit seiner Technik, seinen Trends und seiner Verwendung unterliegt einer ständigen Veränderungen und Weiterentwicklung, so dass auch der Unterricht keinen Stillstand erleben darf.
Eine Herausforderung vor allem für die Studierenden.
Für die Meisten ist der Umgang mit Computersprachen etwas völlig Neues. Nicht nur das Vokabular, sondern auch die Denkweise stellt eine ungewohnte Welt dar, die mit all ihren Neuerungen erschlossen werden will.

Das Internet ist Kommunikation.
Es werden Dinge vermittelt, es soll gelenkt und Aufmerksamkeit generiert werden. Der Anspruch an die Studenten dabei soll deshalb nicht in erster Linie sein, dass jeder einzelne als Webdesigner den Kurs verlässt, sondern vielmehr, dass jeder ein Verständnis für diesen Bereich erlangt und in der Lage ist grundlegende Schritte selber zu bearbeiten. Um das zu erreichen besteht eine Aufgabe jedes einzelnen Studenten darin eine Internetseite im Unterricht oder als schriftliche Arbeit vorzustellen.
In Anlehnung an die erworbenen Kenntnisse aus dem vorangegangen Semester soll die Seite in ihrer Funktionalität, Aufbau und Struktur, Aussage und Ziel sowie in der technischen Umsetzung und einem eventuellen Aufwand bei der Erstellung und Wartung reflektiert werden.
Wie schon in den ersten Semestern wird mit dieser Aufgabe auch hier die Wahrnehmung geschult. Denn nur wer aktiv reflektiert und hinterfragt kann beurteilen und Trends erkennen oder selber welche setzen.

Wie ist es aufgebaut?
Um eine Webseite zu bauen müssen zunächst einige Grundlagen geschaffen werden. Doch den Umgang mit HTML und Co erlernt man nicht nur durch einfaches Lernen, sondern durch wiederholtes machen.
Nach diesem Prinzip gestaltet sich die erste Hälfte des Semesters. Die gestellten Übungen wiederholen das bisher Gelernte und erweitern es jeweils mit neuen Inhalten.
Den Abschluss des Semesters bildet ein großes Projekt, das in vielen Fällen als Gruppenarbeit umgesetzt wird. Die Aufgabenstellung variiert von Semester zu Semester.
Allen Aufgaben ist aber gleich, dass sie die Konzeption, das Design und die Umsetzung einer vollständigen Webseite umfassen. Um die Seite in ihrer „natürlichen Umgebung“ zu beobachten werden die Webseiten am Ende zu Testzwecken online gestellt. Auf diese Weise lässt sich erkennen, ob die Seiten auch mit dem gewünschten Tempo aufzurufen sind. Den Abschluss des Projektes bilden Vorträge in denen die einzelnen Gruppen ihre Konzepte und Seiten vorstellen und den anderen Gruppen Funktionen der Seiten und eventuelle Probleme in der Projektphase darlegen mit dem Ziel, dass der gesamte Kurs aus den Erfahrungen der Einzelnen etwas mitnehmen kann.

Abschlussprojekt „Filmstube“
Im Wintersemester 2010/2011 hatten die Semester 5.1a, 5.1b und 5.2a die Aufgabe eine reale Webseite neu zu gestalten. Die Filmstube Hamburg, ein gemeinnütziger Verein für Independetnfilmer, brauchte eine neue Webseite. Die Webseite der Filmstube besteht lediglich aus einem Forum, dem eine kleine Seite vorgeschaltet ist, die auf die aktuelle Veranstaltung „Filmstube goes Cinema“ hinweist, einer Jahresschau im Metropolis-Kino in Hamburg.
Die neue Seite der Filmstube soll zwar immer noch ein Forum beinhalten, aber hauptsächlich aus einer Portalseite bestehen, die dem Besucher die Möglichkeit gibt auf Profile der Mitglieder zuzugreifen als auch über Neuigkeiten der Filmstube informiert zu sein. Eine schöne Aufgabe für die Studenten, da sie sich anhand einiger Strukturmerkmale, die die neue Seite mit sich bringen sollte an dem Neuentwurf frei entfalten konnten. Die Herausforderung bestand darin, zunächst eine geeignete Struktur zu entwerfen und diese dann in einem Layout zu realisieren. Dabei war besonders zu beachten, dass allen Seiten ein striktes Raster zugrunde liegt, da die Seite später in einem Content-Management-System ungesetzt werden sollte. Es lag also bei den Studenten zu entscheiden welche Elemente auf einer Seite sinnvoll zusammengefasst werden können und welche nicht, immer das Ziel vor Augen die Seite so übersichtlich und informativ zu halten wie möglich.
Um die Entwürfe der Filmstube zu übergeben war es die Aufgabe zum einen ein Konzept anzufertigen und zum anderen einen Klickdummy in HTML.
Ein Klickdummy ist eine Webseite auf der man navigieren kann, die aber keinerlei Funktionen wie Login oder Kommentare ausführen muss. Es soll ein Gefühl von der Seite vermittelt werden, um zu erkennen, wie man sich zurechtfinden kann und welchen optischen Eindruck sie dabei vermittelt.
Diese Dummys wurden zum einen in einer Präsentation vor einem Vertreter der Filmstube vorgeführt. Im Anschluss an die Vorträge konnte zwar keine endgültige Entscheidung mitgeteilt werden, allerdings wurde eine Vorauswahl von drei Layouts getroffen. Aus diesen Dreien wurde dann in einer Mitgliederversammlung eines ausgesucht, dass sich momentan in der Umsetzung befindet. Eine weitere Mitarbeit der Studenten bei der Umsetzung war ihnen freigestellt.

Marcel Stieber über das Webpublishing
Marcel Stieber über das Webpublishing

Gewinnerlayout – Sebastian Boltz und Alexander Makarov

Aus der Endauswahl:
Ekaterina Afonia, Henri Harms, Norman Belicke, Nicole Hinz
Marcel Stieber über das Webpublishing
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Und:
Moritz Wright, Christina Mörke, Kaja Oblonczek, Jana Stempel
Marcel Stieber über das Webpublishing