Wenn wir unsere Studierenden nach Erhalt ihres Zertifikats hinaus in die weite Werbewelt ziehen lassen, bleibt immer die Frage „Was werden sie nun machen?“ zurück.
Natürlich sind wir neugierig und schreiben immer wieder Ehemalige an.
So nun auch Aisha Wels, die uns im Oktober 2010 verliess.
Aisha nahm sich die Zeit und berichtete uns in einem Interview, was in der Zeit nach der kw alles Spannendes passiert ist.

Mia:
Bevor wir damit beginnen, was danach passiert ist, schiebe ich einmal die Frage vor, was du vor deinem Studium gemacht hast und wie du zur kunstschule wandsbek, bzw. zum Design gekommen bist?
Aisha:
Ich hab früher schon verrückte Werbeclips und 0815-Musikvideos gedreht (damals mit ’ner VHS-Videokamera) und hab aus Wolle kleine Trolls und Beetlejuice-Figuren gestrickt!
Ich wuchs in einer kleinen „Römerstadt“ in Bayern auf und wusste schon als kleines Mädchen, dass ich was Kreatives machen wollte! Nach meinem Fachabitur wollte ich was Neues erleben – und spontan wie ich bin – habe ich meine 7 Sachen gepackt und fuhr schnurstracks in die charmanteste, kosmopolitischste Stadt der Welt – Hamburg!
Die kw wurde mir von Bekannten weiterempfohlen. Es lief alles nach Plan: Telefongespräch mit Fr. Musial, Termin vereinbart, Mappepräsentation und am selben Tag die Zusage bekommen. Ich war überglücklich!

Mia:
Was hat dir im Studium besonders Spaß gemacht? Was hat es dir bisher gebracht?
Aisha:
Die Filmdreharbeiten im Alten Land in Hove mit meinen Freunden und die entspannten, eloquenten Gespräche über meine Abschlußarbeit mit René Fehrmann (unvergessliche Zeiten!)
Typografie und Corporate Design waren meine zweite Passion.
Aber auch die Mitarbeit bei flüggedesign hat mir viel gebracht. Konzeptionelles Denken war für mich immer die größte Herausforderung, aber mit der Hilfe von Stefan Kerp ist es mir leichter gefallen mit einer gewissen Struktur zu arbeiten und zu denken. Merci nochmals!

Mia:
Welche Highlights, interessante Geschichten oder Erlebnisse während deines Studiums an der kw sind dir
in Erinnerung geblieben?
Aisha:
Die Design-Mai Tage in Berlin, Brainstormings in British-English with my friends on the fatboys und die Zeit im Fotostudio im ersten Stock with the American Dude Eric.

Mia:
Hast du noch Kontakt zu deinen Exkommilitonen?
Aisha:
Ja klar! via Social Media 24/7, kann ich nur sagen.

Mia:
Wohin hat es dich nun verschlagen und wie sieht deine berufliche Zukunft perspektivisch aus?
Aisha:
Nach meinem Abschluß hat es mich nach Hause in den Süden verschlagen. Habe mich einige Monate im Marokko erholt, dort nach Inspiration gesucht (und gefunden) und Anfang Januar 2011 bekam ich ein Praktikumsplatz als Jr. Art Director bei Leo Burnett in Frankfurt.

Mia:
Was war das Thema deiner Abschlussarbeit?
Aisha:
Mein Abschlussthema war Editorial. Ich habe ein Designmagazin gestaltet, mir die begleitetenden Werbemaßnahmen ausgedacht und diese entworfen.

Mia:
Auf welche Leistung bist Du besonders stolz?
Aisha:
Auf meine Abschlußarbeit.
Den Beweis findet ihr in meinem Blog

Mia:
Was waren bei dir die ersten Meilensteine/Erfolge zum Thema Kommunikationsdesign?
Aisha:
Die OOH-Werbeanzeigen für „Be Marlboro“, die dieses Jahr deutschlandweit veröffentlicht wurden.
Als ich „meine Sachen“ draußen auf den Citylights gesehen hab, wurde mir bewusst, dass ich mich jetzt offiziell als Designerin bezeichnen kann. Das gab mir Mut und Selbstbewusstsein für meine zukünftlichen Pläne.

Mia:
In welchem Land oder welcher Stadt würdest du gerne arbeiten?
Aisha:
London! Why? Because I´m British and I love british tea.
Ne schmarrn! Ich liebe London, weil ich mich dort zuhause fühle. Die Leute sind skurril, bunt, laut, multikulturell, humorvoll, easy-going, modern und offen für alles – so spiegelt sich das auch in Design/Packaging und Fashion wider.
Das fasziniert mich an London – die Stadt schläft nie.

Mia:
und wo können wir dir folgen?
Aisha:
www.aishadesign.tumblr.com, – and follow me!

Vielen Dank für dieses tolle und inspirierende Interview!
Es ist schön zu hören, dass du so erfolgreich deinen Weg gehst!
Wir hier in der kw sind stolz auf dich!
Halt uns auch weiter auf dem Laufenden und  bleib dran!