Es ist wieder soweit.
Wir stellen in Folge unserer Reihe „KW Matrikel“  wieder einen unserer  tollen und engagierten Studierenden vor.
Dieses Mal: Naomi Bork aus dem 2. Semester;

Lisa:
Naomi, was hat dich denn zu uns verschlagen?
Naomi:
Dass ich an der KW gelandet bin, ist eigentlich eher Zufall. Auf der Suche nach künstlerischen Hochschulen bummelte ich durchs Internet und machte Bekanntschaft mit einer Schülerin von euch (Kemberly Kemper-Salazar), die mir die KW empfohlen hat. Dann führte eines zum anderen, ich zog nach Hamburg und es war wahrscheinlich die beste Entscheidung meines Lebens.

Naomi Bork

Naomi Bork

Lisa:
Was hast du vor deiner Zeit an der kw so angestellt?
Naomi:
Ich komme ursprünglich aus Mexiko, kam aber schon als Kleinkind mit meiner Mutter nach Deutschland. Ich wuchs in Wolfsburg auf, man könnte aber locker sagen, dass ich auf der ganzen Welt zuhause bin, weil wir sehr viel reisen.
Ich liebe es andere Kulturen und Sprachen kennenzulernen. 2009 machte ich dann schließlich mein Abi und wollte (im Nachhinein kann ich darüber nur lachen) Industriekauffrau lernen. Mir wurde zwar öfters gesagt, ich solle doch etwas mit Kunst machen, das habe ich aber immer mit einem genervten „Ich will einen richtigen Beruf lernen“abgetan. Jetzt bin ich glücklich, dass das Schicksal dazwischen gefunkt und mich eines besseren belehrt hat, denn jetzt kann ich mir gar keinen anderen Beruf mehr vorstellen.

Lisa:
Erzähl doch mal was du derzeit so alles an künstlerischen Projekten treibst.
Naomi:
Zurzeit bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Galerie, in der ich meine Bilder zum ersten Mal ausstellen kann. Deshalb läuft die Kreativität natürlich auf Hochtouren und ich bin ordentlich am Kontakte sammeln.

Lisa:
Wie kommst du auf deine Ideen und was inspiriert dich am meisten?
Naomi:
Man könnte meine Inspiration nicht ohne die Wörter Kultur und Mitgefühl erklären. Ich versuche mit meinen Motiven den Betrachter genau das fühlen zu lassen, was ich in dem Moment gefühlt habe, sei es Trauer, Glück oder pures Fernweh. Es ist einfach unbeschreiblich was in mir vorgeht, wenn ich lateinamerikanische Musik oder Kunst sehe, ich muss dann einfach künstlerisch aktiv werden, um irgendwie meine Gefühle zu verpacken. Und wenn dann jemand, der dieses Zugehörigkeitsgefühl eigentlich nicht teilt, plötzlich versteht und vielleicht auch noch ein Hauch Melancholie mitschwingt, ist es das Beste, was passieren kann.

Lisa:
Wo liegt deine persönliche Leidenschaft im kreativen Bereich?
Naomi:
Die liegt auf jeden Fall beim Portraitieren. Vor allem die Ausstrahlung und der Ausdruck eines Menschen faszinieren mich, denn sie sind das, was ihn individuell macht. Ich zeichne/male am liebsten Kinder und alte Menschen, weil sie gerade bei diesem Thema so eigen sind. Vor allem die neugierigen Augen eines Kindes oder der wehmütige Blick einer alten Frau sind Motive, die mich besonders reizen.

Lisa:
Worin siehst du deinen Schwerpunkt im Studium hier an der kw und welches Fach hättest du gern zwei Mal die Woche?
Naomi:
Mein Schwerpunkt liegt in der Illustration. Es ist auch der Beruf, den ich mir im Moment für mein Leben nach dem Studium vorstelle. Allerdings muss ich sagen, dass ich am liebsten Aktzeichnen zweimal die Woche hätte, weil es mir einfach unheimlich weiterhilft.

Lisa:
Worauf stürzt du dich gleich nach deinem Studium?
Naomi:
Die Frage ist eher wohin… Ich werde auf jeden Fall erstmal Erfahrung sammeln, bevor ich mich ‚frei‘ losstürze.

Lisa:
Und für wen würdest du am liebsten arbeiten?
Naomi:
Ehrlich gesagt, bin ich das selbst. Wer hätte nicht gerne Geld für Aufträge, die einem immer Spaß machen ?

Lisa:
Was kannst du uns zu deinem Blog erzählen?
Naomi:
Ich glaube an meinem Blog sieht man am Besten wie querbeet meine Inspirationen sein können. Er ist auch eher eine Übergangslösung bis ich eine eigene Homepage habe. Ich wollte meine Bilder nicht mehr in Facebook vergraben, wo die Öffentlichkeit nichts von hat. Also musste ein Blog her. Ich bin natürlich sehr bemüht ihn aktuell zu halten und freu mich über jede auch so kleine Kritik.

Und zum Schluss möchte ich noch eine Person grüßen, die, auch ohne mit Kunst etwas am Hut zu haben, mein größtes Idol ist. Ich danke dir für deine Unterstützung, deinen Glauben an mich und deine eisigen Nerven.

 

Und wir danken dir für das nette Interview und deine reichlichen Arbeiten!
Auf dass wir bald wieder von dir berichten:

Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork Naomi Bork