Mia:
Carsten!
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch – du wurdest zum Studierenden des Monats März gewählt!
Carsten:
Ich danke der Jury von Herzen 🙂
Mia:
Wie ist dein Jahr 2011 bis jetzt verlaufen?
Carsten:
Abgesehen von dieser unerträglich penetranten Kälte, die meines Erachtens längst einem Hauch von Frühling gewichen sein sollte, kann ich mich nicht beschweren. Meine Pläne für das Jahr 2011 scheinen zeitlich alle unter einen Hut zu passen und so werde ich, wenn sich nichts mehr ändert ab April, also parallel zu meiner Abschlussarbeit ein Praktikum in einer großen Werbeagentur antreten.
Danach soll es einen längeren Aufenthalt in den USA geben und alles danach ist noch nicht entschieden.

Mia:
Stell dich doch einmal kurz selbst vor. Woher kommst Du, was hast Du vor der kw gemacht, seit wann studierst du hier?
Carsten:
Ich wurde in Hannover im Beisein meiner Frau Mutter geboren. Das war 1984 und zwar am 28. April zu sehr früher Stunde. Nach dem Abi im Jahr 2004 und einigen Jobs zur Orientierung und zur Sicherung der Lebenshaltungskosten plante ich mich, nach einem Ausschlussverfahren, für Kommunikationsdesign an der Fachhochschule für Design und Medien in Hannover zu bewerben. In einer Mappenberatung dann der große Schock:
Die waren alle besser als ich und der Prof rechnete Ihnen dennoch keine wirklich großen Chancen auf Bestehen der Aufnahmeprüfung aus. Ich hab mich nie beworben…

Etwas Anderes musste her: Wieder per Ausschlussverfahren – Nun wollte ich Gymnasiallehrer für Physik und Deutsch werden, allerdings fehlte mir zum damaligen NC für Deutsch von 1,3 doch ein wenig was, weswegen ich zunächst das zulassungsfreie Fach Physik auf Diplom studierte. Das war nix. Absolut nicht. Dazu muss man schon eine ganz besondere Sorte Mensch sein, zu der ich nicht gehöre. Aber gut zu wissen. Dann klingelte das Kreiswehrersatzamt an und zwang mich nach langen Hin und Her zum Zivildienst, der überraschenderweise zu der Selbstfindungphase in meinem Leben werden sollte, die ich bereits abgeschlossen zu haben glaubte. Auf einer Berufs- und Ausbildungsmesse schließlich lockte mich Herr Otto förmlich vom VW-Messestand weg, an dem ich frustriert darüber sinnierte mich einfach bei VW ans Band zu stellen, und erzählte mir von der Kunstschule. Peng! Diverse Umzüge und knapp 6 Semester (davon 3 bei flüggedesign) später bin ich Student des Monats und Leute lesen diesen Text über mich. Hallo an dieser Stelle.

Mia:
Und was zeichnet dich persönlich aus?
Carsten:
Hm. Das sollte eigentlich jemand anders beschreiben… Ich stelle mir einfach mal vor, was mein Mitbewohner
Jörn sagen würde. Er würde wahrscheinlich eine maßlose Begeisterungsfähigkeit feststellen, die vereinzelt
aber auch eher kurzfristig sein kann. Weiterhin würde er mich zurecht als fotobesessen beschreiben
(Diese Begeisterung hält seit dem ersten Semester an und wird nach Erics Prognose wohl noch deutlich auswachsen…)

Mia:
In welchem Land würdest du gerne arbeiten?
Carsten:
Ich mag Deutschland, seine Designlandschaft und die Möglichkeiten hier. Allerdings würde mich eine mittelfristige Beschäftigung im Ausland schon reizen, wo das sein könnte ist dabei weniger relevant.

Mia:
Worin liegt dein persönlicher Schwerpunkt im Design und was möchtest du gerne werden, wenn du bei uns fertig bist?
Carsten:
Meinen Schwerpunkt sehe ich in der Konzeption und dem Kreativen vor der Gestaltung, was auch in der Studentenagentur eher zu meinen Lieblingsaufgaben gehört, zumindest habe ich da den größten Spaß dran. Hierzu haben wir bei flüggedesign mit Stefan Kerp zusammen für viele unterschiedliche Kunden gearbeitet, zuletzt auch an einem superspannenden Projekt für Tesa. So, oder so ähnlich kann es gerne weitergehen, auch wenn ich davon ausgehen muss, dass sich zunächst keiner in der eingangs erwähnten Agentur für die Meinung des Praktikanten zum Gesamtkonzept etc. interessieren wird…

Mia:
Und wenn es nicht die Konzeption ist- was dann?
Carsten:
Tja, ich könnte wahrscheinlich eine Weile von der Fotografie leben und mich wieder freischwimmen, aber die würde ich mir gerne als Hobby behalten und nicht gleich zum Beruf machen.

Mia:
Wo trifft man dich?
Carsten:
Das ist einfach: Im flügge-Raum, im Unterricht, an meinem heimischen Schreibtisch, oft am Wochenende bei meinen Lieben in Hannover oder eben zufällig bei Calumet.

Mia:
Was hörst du für Musik?
Carsten:
Ich bin begeistert von wirklich großen Stimmen und musikalischen Ausnahmeleistungen. Die tauchen ab und zu aber selten in den Charts auf, häufig bei Musik von motown, ABC und ähnlichen Labels aus den 50er, 60er, 70er Jahren (Ray Charles, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Nina Simone, Jackie Wilson usw.) und natürlich auch in der klassischen Musikwelt (Hier gerne Händel, Rachmaninoff, Mozart, Chopin zum Essen, Bach, etc.)

Mia:
Und deine Lieblingsblogs?
Carsten:
behance.net
designmadeingermany.de
nikonrumors.com

Mia:
Was gibt dir die Kraft ein Projekt zu beenden, auch wenn du hundemüde bist.
Carsten:
Es wäre schön, hier was anderes schreiben zu können, wie z.B. basisches Wasser, mein Ehrgeiz, die Angst zu versagen/enttäuschen und Ähnliches. Das spielt mit Ausnahme des Wassers auch mit rein, aber letztendlich genau genommen sind es Kaffee und Musik, die dann auch ausnahmsweise mal Elektrokram sein darf.

Mia:
Wenn du ein Auto wärst, welche Marke wärst du?
Carsten:
Schwer zu sagen. Vielleicht ein Wiesmann? Der macht Spaß, ist offen, hat Sprinterqualitäten, aber es fehlt von Zeit zu Zeit an Langstreckenqualitäten. Wer einen treffenderen Vergleich hat bitte gerne posten.

Mia:
Wie bist du auf die Idee gekommen dein Hobby zum Beruf zu machen?
Carsten:
Mir abgedrehte Sachen auszudenken ist eigentlich kein Hobby von mir, das BIN ich. Um es berufsfähig zu bekommen studiere ich hier an der kw.

Mia:
Wo hast du die besten Ideen?
Carsten:
Auf dem Balkon bei einer kleinen Pause, beim Sport oder im Moment des Aufwachens.

Mia:
Was machst du als Ausgleich zur stundenlangen Arbeit am Computer?
Carsten:
Eigentlich sind da nur schlafen und fotografieren zu nennen. Mitunter auch mal essen.

Mia:
Und was möchtest du unseren Studierenden aus dem ersten Semester mit auf den Weg geben?
Carsten:
Nutzt den Laden hier für euch! Und zwar vom ersten Tag an. Immerhin ist die Veranstaltung bezahlt. Man hat manchmal das Gefühl, hier laufen Leute rum, die dazu gezwungen werden, Kommunikationsdesign zu studieren, dabei sollte in euch ein Feuer brennen, weil ihr den geilsten Job der Welt machen dürft!

Danke für dieses schöne Schlußwort und natürlich für das ausführliche Interview!
Und da es das nicht gewesen sein soll, gibt es auch noch reichlich zu sehen:

Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März Carsten Eggers ist Studierender des Monats März