Lena Matthies aus dem 5. Semester ist Studierende des Monats April und gewährt uns einen kleinen Einblick in ihren kw-Alltag.

Stell dich doch einmal kurz selbst vor. Woher kommst Du, was hast Du vor der kw gemacht, seit wann studierst du hier?

Hey, ich heiße Lena Matthies, werde diesen Monat 20 Jahre alt und komme aus einem kleinen Städtchen, dessen Name den einen oder anderen manchmal zum Schmunzeln bringt; Bad Sülze. (in der Nähe von Rostock).

2008 habe ich mein Abitur gemacht und  mich noch im selben Jahr hoch motiviert und erfolgreich an der Kunstschule Wandsbek beworben. Nun bin ich ab April schon im 5. Semester und frage mich ständig: „Wo ist nur die Zeit geblieben?“ 😉
Gleich vorweg: Herzlichen Glückwunsch zu deiner bestandenen Zwischenprüfung!
Wie ist es denn gelaufen?

Dankeschön…

Ja, die Vorbereitungen für die Mappe und für die Präsentation waren natürlich zwischendurch ziemlich zeitaufwendig und nervenaufreibend. Eine Zeit mit wenig Schlaf und viel Schokolade, aber letztendlich war es machbar. Es war also nicht so schlimm, wie erwartet, was ich auch von meiner Präsentation behaupten kann.

Für mich war es eine tolle Möglichkeit, sich mit den im Studium entstandenen Sachen erneut zu beschäftigen und diese nun, mit etwas mehr Wissen und Erfahrung, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Hast du Tipps zur Zwischenprüfung für das kommende vierte Semester?

Ja, rechtzeitig anfangen und Ruhe bewahren!
Theoretisch ist dies auch möglich, nur sieht es in der Praxis leider oft ein wenig anders aus. 😉

Freut euch einfach auf die Zeit danach! Das war mein Ansporn.
Und seht es als eine Chance an, noch mehr aus euch raus zukommen, hinter euren Arbeiten zu stehen und diese auch so zu präsentieren.

Wenn nicht Design, was dann als Beruf?

Für mich war eigentlich schon immer klar, dass ich später irgendetwas mit Musik oder Kunst machen möchte. Mich hat neben dem Grafikdesign auch Architektur interessiert, aber auch der Beruf der Musik- oder Kunsttherapeutin.

Ich wollte mit Menschen arbeiten, kreativ sein und ein bisschen rumspinnen.

Ich denke, somit ist Kommunikationsdesign schon die richtige Wahl. 😉

Was würdest Du sagen, sind deine Schwerpunkte bzw. deine Stärken im Kommunikationsdesign?

Ich glaube Printdesign. Hierbei verbinde ich gerne zeichnerische mit digitalen Elementen, da es eine Arbeit noch reizvoller macht.

Wie lässt du dich inspirieren?

Eigentlich durch alles was um mich rum steht, liegt, sitzt, fliegt, hockt, kriecht, krabbelt, usw.

Wo tobst du dich außerhalb der kw designtechnisch noch aus?

Ich habe angefangen, etwas für Familienmitglieder zu gestalten, sei es einen Flyer für die Fahrschule oder Illustrationen für ein Kinderbuch. Anschließend kamen Wettbewerbe an der Schule dazu, und momentan arbeite ich mit Elisa an dem Corporate Design für ein Busunternehmen. Ein Auftrag, der unabhängig von der Schule läuft und sich mal nicht im Rahmen der Familie abspielt.

Was sind deine Pläne direkt nach dem Studium?

Mein Traum wäre es ins Ausland zu gehen, um dort meinen Master zu machen.

Ich sage es mal so:
Wenn ich meinem Verstand folge, lande ich in England,wenn ich der Liebe folge, in Amsterdam und wenn ich dem Abenteuer ins Auge blicken möchte, werde ich mich für Australien entscheiden.

Welche Richtung ich einschlage, wird sich zeigen. Ein wenig Zeit habe ich ja noch.

Vielleicht klappt das alles aber nicht und ich werde natürlich so schnell wie möglich versuchen, einen Praktikumsplatz bekommen, der eine Festeinstellung zur Folge hat.

Was treibt dich an?

Der Gedanke, dieses gute Gefühl zu haben, wenn man ein tolles Endergebnis vor sich hat.

Wen bewunderst du?

Menschen, die immer positiv denken und aus allen Situationen das Beste herausholen können.

Wie schaffst du dir Ausgleich vom Ideen spinnen und Pixel schubsen?

Mit Klaviertasten klimpern, mit Augen am Fernsehbildschirm kleben, auf Sportgeräten schwitzen, mit meinem/(n) Freund(en) Zeit verbringen oder einfach mal gemütlich an der Teetasse nippen.

Lieblingsdesigner, und warum?

Im Moment gefallen mir die Arbeiten von Yulia Brodskaya sehr gut. Ihre Papier-Illustrationen sind mir zwar zum Teil ein wenig zu kitschig, dafür sind andere Werke umso ansprechender und inspirieren mich.

Wo hättest Du gern einen Zweitwohnsitz in der Zukunft und warum?

Ach ja…Sonne, Strand, Palmen, Meer, Ruhe, Entspannung – Wörter, die ich mit meinem Zeitwohnsitz verbinden würde – einen genauen Ort kann ich aber nicht benennen.

In welchem Land würdest du gerne arbeiten?

Ich hätte Lust auf Australien.

Hast du Lieblingsbücher?

Habe keine bestimmten. Derzeit liegen öfter Designbücher in greifbarer Nähe, aber ich lese auch gerade „Body Language- 7 easy lessons to master the silent language“, um mein Englisch mal wieder ein wenig auf Vordermann zu bekommen. Wird auch langsam Zeit! 😉

Mit wem würdest Du gern einen Monat lang tauschen?

Mit meiner Katze.

Essen, schlafen, essen, kraulen lassen, essen, schlafen, essen – ein tolles Leben.

Deine Lieblingsdesignblogs?

Ich mag Illustrationen und bin gestern auf www.illustration-design.blogspot.com gestoßen.

Und ich muss sagen, das, was ich da sah, gefiel mir.

Was sagt man dir nach?

Ich sei zu pessimistisch. (Eigentlich bin ich nur Realist mit Erfahrung.)
Ich sei verfressen. (Eigentlich bin ich nur jemand, der öfter als andere genießen möchte)
Ich sei neugierig. (Eigentlich möchte ich nur alles wissen.)

Was magst Du an dir gar nicht?

Ich muss ja leider ehrlich sein:

Meinen Pessimismus, meine Verfressenheit und meine Neugier.

Welche Tipps hast du für die Frischlinge im 1. Semester?

Habt Spaß, seid offen für Neues, haltet Ohren und Augen offen, versucht auch außerhalb der Schule neue kreative Herausforderungen in Angriff zu nehmen und genießt einfach die Zeit!

Servus