Nicolas Winkelmann aus dem 7. Semester zeigt seine Arbeiten und erzählt, wer er ist.

Stell dich doch einmal kurz selbst vor. Woher kommst Du, was hast Du vor der kw gemacht, seit wann studierst du hier?
Ja, hey ich bin Nic, 27 Jahre alt, seit eh und je ein Hamburger Jung, welcher 2004 sein Abi gemacht hat, gefolgt vom Zivi und einem aus Verzweiflung in Frankfurt begonnenem und dann verzweifelt beendetem Geschichte/Philosophie Studium. Daraufhin bin ich dann an die KW getreten, an welcher ich mich nun plötzlich im Abschlußsemester wiederfinde.

Hast oder hattest du ein alternatives Berufsziel?
Ich hatte und habe auch immernoch Ambitionen mich mit Architektur insbesondere auch mit Interior Design zu beschäftigen, was ja nicht allzuweit vom gelernten entfernt liegt.

Was würdest Du sagen, sind deine Schwerpunkte bzw. deine Stärken im Kommunikationsdesign?
Ich sehe mich in der Entwicklung von Ideen und vorzugsweise im Corporate und Print Design.

Wie lässt du dich inspirieren?
Mich inspiriert eigentlich alles, angefangen vom Zahnpastaschaum im Waschbecken am morgen bis hin zur Bierkrone am abend. Man muss nur mit dem richtigen Blickwinkel an die Sachen rangehen, dann kann man aus allem etwas heraussaugen.

Du sitzt ja zur Zeit an deiner Abschlussarbeit, erzähl mal, was machst du?
Ich beschäftige mich mit der Corporate Identity der Studentenagentur Flüggedesign welcher ich beisitze. Vom Webauftritt über Raumgestaltung, Messestandgestaltung etc.etc.. Es gibt viel zu tun 🙂

Wo tobst du dich außerhalb der kw designtechnisch noch aus?
Hauptsächlich muß meine Wohnung unter meinen Kreativanfällen leiden, so langsam gehen mir da aber auch die Angriffsflächen aus. Ich schätze ich benötige eine geräumigere Dependance.

Was sind deine Pläne direkt nach dem Studium?
Ich werde zunächst durch ein Praktikum versuchen die für mich maßgeschneiderte Agentur zu finden. Ein Auslandsaufenthalt hätte ebenfalls seine Reize.

Was würdest du mit einem unbegrenzten Budget gestalten wollen?
Da wäre ich wohl wieder bei dem Thema Architektur. Ich würde mir mein eigenes Traumhaus gestalten, ausschließlich mit Eigenanfertigungen und jeder Menge special features…

Was ist dir politisch wichtig?
Ehrlichkeit, Recht und Freiheit.

Was treibt dich an?
Während des Arbeitens meist laute Musik, ansonsten der Drang Dinge schöner zu machen.

Wen bewunderst du?
Den, der niemanden bewundert.

Wie schaffst du dir Ausgleich vom Ideen spinnen und Pixel schubsen?
Das gelingt mir mit meinen Freunden eigentlich am Besten.

Lieblingsdesigner, und warum?
Jamie Hayon, Stefan Marx und das frz. Künstlerkollektiv HAVEC, da sie revolutionär sind und ich mich mit deren Stil am besten identifizieren kann.

Wo hättest Du gern einen Zweitwohnsitz in der Zukunft und warum?
Einsame Insel, Jahrestemperaturdurchschnitt 28 Grad, ein einziges Haus für mich und meine Freunde und gute Wellen. Um den Rest der Welt zu vergessen und die Ursprünglichkeit des Seins zu genießen.

In welchem Land würdest du gerne arbeiten?
Spanien, Italien, Schweden, Australien, Brasilien.

Hast du Lieblingsbücher?
Zur Zeit stöber ich hauptsächlich in Kunst und Desingbüchern, wenn die Zeit vorhanden ist setze ich mich auch gerne mit Deutschlands großen Philosophen und Schriftstellern auseinander um nicht komplett abzustumpfen.

Mit wem würdest Du gern einen Monat lang tauschen?
Vielleicht mit Kermit dem Frosch, immer gut drauf, kein Streß, keine Sorgen und in einer Welt ohne Lügen und Intrigen lebend.

Deine Lieblingsdesignblogs?
Typojungle.net, booooooom.com und und und…

Was sagt man dir nach?
Ich habe gerade meine ganzen alten Schulzeugnisse durchstöbert, in einem waren sich alle Lehrer einig: Nicolas läßt sich zu leicht ablenken und könnte wesentlich mehr leisten. Vielleicht ist da ja was dran…

Was magst Du an dir gar nicht?
Die Aufwärmphase die ich manchmal benötige um Sachen anzupacken. Aber dann brenn ich aber auch!

Welche Tipps hast du für die Frischlinge im 1. Semester?
Man sollte auf jeden Fall einen unbändigen Durst bezüglich Kunst und Design entwickeln und soviel Input wie möglich in sich hineinschütten. Denn ohne Saat keine Ernte. Darüber hinaus einfach machen, soll heißen einfach drauf los kritzeln, basteln, composen und keine Angst davor haben, dass etwas nicht den eigenen ästhetischen Ansprüchen genügt. Die Hände dürfen nie verwaisen, denn sie sind Euer Werkzeug. Aber das Wichtigste ist, dass man ein Ziel verfolgt und weiß wofür man das alles macht: nämlich für SICH.