Marie Marxen aus dem 5. Semester ist Studierende des Monats Dezember.

Stell dich doch einmal kurz selbst vor. Woher kommst Du, was hast Du vor der kw gemacht, seit wann studierst du hier?
Hey, ich bin Marie und mittlerweile im 5. Semester angekommen. Ursprünglich bin ich eine Kieler Sprotte, wohne aber seit 2 Jahren im schönen Hamburg. Ich hab 2006 mein Abi gemacht und danach ein Jahr lang gejobbt, Hochschulkurse belegt und meine Bewerbungsmappe gemacht.
Wenn nicht Design, was dann als Beruf?
Der Wunsch meiner Mama war Lehrerin, da man aber als Kunstlehrerin ein zweites Fach wählen muss, ist mein Interesse schnell verflogen. Dass es etwas künstlerisches sein sollte, stand für mich schon früh fest.

Was würdest Du sagen, sind deine Schwerpunkte und deine Stärken im Kommunikationsdesign?
Auf jeden Fall Printdesign. Ich liebe es etwas handgemachtes mit etwas digitalem zu verbinden. Das gibt jeder der Arbeit das gewisse Etwas.

Wie lässt du dich inspirieren?
Vor allem auf der Straße. Denn: ändert sich der Style der Architektur, Modewelt, Kunst, etc., ändert sich auch das Design… also überall Augen auf und offen sein für Neues.
Ansonsten recherchiere ich viel im Internet, Zeitschriften, Büchern, das Übliche eben.

Wo tobst du dich außerhalb der kw designtechnisch noch aus?
Das ist eine schwer Frage…meistens bleibt es innerhalb der Familie…NOCH!
Der jährliche Kalender für die Omas ist, seit ich denken kann, Pflichtprogramm.
Aber die letzten zwei Kalender sind, dank der KW, wesentlich typolastiger geworden. 😉

Was sind deine Pläne direkt nach dem Studium?
Da ich es nicht geschafft habe, nach dem Abi ins Ausland zu gehen, würde ich das gerne dann nachholen. Wohin es mich ziehen wird, weiß ich jedoch noch nicht so genau. Ich hoffe natürlich auch, dass ich die „Reise“ mit einem Praktikum, oder Ähnlichem verbinden kann.

Was würdest du mit einem unbegrenzten Budget gestalten wollen?
Eine Freundin und ich haben den Traum, ein Szene-Cafe zu eröffnen, das einerseits natürlich ein Cafe ist, andererseits auch eine Kunstgalerie, in der junge Künstler, Grafiker, Fotografen, etc. ihre Arbeiten präsentieren können. Das mit einem „unbegrenztem“ Budget umzusetzen wäre….WOW!

Was ist dir politisch wichtig?
Auf jeden Fall mehr Menschlichkeit. Das fehlt mir in der Politik fast gänzlich.

Was treibt dich an?
Oh das ist ganz unterschiedlich:
Morgens der Kaffee.
Generell die Sonne.
Oft laute Musik.
Manchmal meine Freunde.
Immer eine gute Idee.
Generell was Neues.

Wen bewunderst du?
Ich treffe/finde oft Menschen, die ich bewundere.
Vor einiger Zeit bin ich auf die Geschichte der Bionade-Limonade gestoßen. (www.bionade.de)
Von einem „Hinterwelts-Bier“ zu einem „Szene-Getränk“. Von ganz klein, nach ganz groß. Und das aus eigener Kraft. Das zeigt: Am Anfang steht nur die Idee, was man daraus macht, hat man selber zu verantworten. Sehr beeindruckend! Ihr müsst unbedingt mal die Homepage besuchen und euch den Unternehmensfilm anschauen…

Wie schaffst du dir Ausgleich vom Ideen spinnen und Pixel schubsen?
Also noch bin ich nicht so weit, dass ich einen Ausgleich brauche. Mir reicht es etwas leckeres zu Kochen, mich mit Freunden zu treffen, Musik zu hören, zu zeichnen und mir immer wieder vorzunehmen mehr Sport zu treiben.

Lieblingsdesigner, und warum?
Es gibt einfach zu viele…so richtig festgelegt habe ich mich da noch nicht.
Ich denke, man sollte sich von Illustratoren genauso inspirireren lassen, wie von Fotografen, Web-designer, oder Grafik Designer.

Wo hättest Du gern einen Zweitwohnsitz in der Zukunft und warum?
Pitsidia. Das ist ein kleines Dorf auf Kreta und schon jetzt mein Zweitwohnsitz, da ich ich schon seit 20 Jahren jeden Herbst hinfahre.
Da ist einfach nichts, außer schöne Landschaft, leckers Essen und viel Inspiration. 🙂
Ansonsten auch noch eine Penthousewohnung in London… das wäre natürlich auch nicht schlecht.

In welchem Land würdest du gerne arbeiten?
Da bin ich eigentlich noch relativ offen.
Wobei ich finde, dass es gerade in Deutschland noch sehr viel Nachholbedarf in Sachen Design gibt.

Hast du Lieblingsbücher?
öhhh…also zum Lesen komm ich meist nur in den Ferien.
Und dann lese ich gerne Bücher wie: Die Regenkönigin, Der siebte Tod, Fleisch ist mein Gemüse. Also sehr Quer Beet.
Außerhalb der Ferien kaufe ich mir gerne Zeitschriften, wie: Neon (tolle Illustrationen!), Page, Novum, Stern (tolle Fotografien)

Mit wem würdest Du gern einen Monat lang tauschen?
Mit meinem Kater. Ich glaube das Leben einer Katze ist super cool. Du ziehst dein Ding durch, hast immer was zu essen, kannst schlafen wann und wo du willst, und dir ist trotzdem nie langweilig. Außerdem hast du 7 Leben… was will man mehr?! 😉

Deine Lieblingsdesignblogs?
Einer meiner Lieblingsblogs ist auf jeden Fall www.behance.net.
Da kann man sich von anderen kreativen Köpfen sehr gut inspirieren lassen und er wird täglich aktualisiert. Sehr sehr empfehlenswert also. Ansonsten natürlich auch nicht zu verachten: www.adc.de, www.thedieline.com, usw.

Was sagt man dir nach?
dickköpfig, manchmal verwirrt, aufgedreht, verlässlich, und natürlich Salzfetischist,.. kein Plan.

Was magst Du an dir gar nicht?
Ich bin sehr selbstkritisch und ungeduldig. Was natürlich in gewissen Maßen auch positiv sein kann. Trotzdem muss ich noch lernen, selbstbewusster hinter meinen Arbeiten zu stehen.

Welche Tipps hast du für die Frischlinge im 1. Semester?
Der Wunsch nach Individualismus steckt meiner Meinung nach in jedem, der sich dazu entscheidet in den kreativen Bereich zu gehen. Und den Wunsch darf man auch nie verlieren. Seid anders, als eure Mitstudenten. Versucht immer, eure eigene Note in all eure Arbeiten zu stecken. Denn eine gute Prozentzahl für eine Arbeit zu bekommen ist nicht alles! Nehmt aber trotzdem auch die Kritik der Dozenten ernst und versucht sie mit euren Vorstellungen zu vereinbaren.
Amsosnsten:
Schon mal Geld zurrücklegen für die vielen Drucke.
„kann man so machen“ heißt nicht, dass es gut ist!
und: Nie den Spaß verlieren!

Lieben Gruß, Marie 🙂

Die kunstschule wandsbek wünscht dir weiterhin viel Erfolg und Lebensfreude!