Hier ein weiteres Ergebnis des dritten Semesters aus dem Fach Digitaler Film bei Klaus Möller. Den Umgang mit Storyboard, Kamera und Schnitt lernen die Studierenden anhand von praktischer Arbeit statt trockener Theorie.

Das Team erzählt von der Arbeit.


Anfänglich hatten wir zwar keine konkreten inhaltlichen Ideen, wussten aber schon, dass wir im Rahmen der Dreharbeiten das „schöne“ Wandsbek verlassen und auf große Reise gehen wollten. Zur Debatte standen Amsterdam, Prag, Wien oder Kopenhagen. Es wurde Flensburg. Die noch zu erdenkende Handlung sollte auf der Reise gedreht werden und es wurden die wildesten Ideen gesponnen und wieder verworfen (Zu viert im Auto einen improvisierten Kuchen zu backen u.Ä.). Basisdemokratisch wurde abgestimmt und wir entschieden uns für eine Art Liebeskomödie, die maßgeblich im Zug spielen und dementsprechend auch gedreht werden musste. Dies stellte uns vor ein nicht unerhebliches Problem: Wir brauchten eine Drehgenehmigung von der DB und das aufgrund der Abgabefrist des Films so schnell wie möglich. Erstaunlicherweise kümmerte man sich bei der Bahn, die tatsächlich eine ganze Abteilung damit beschäftigt, Filmteams zu betreuen/beraten, schnell und freundlich um uns arme Studenten und nach verhältnismäßig kurzem Mailverkehr hatten wir unsere Genehmigung im Sack.

Der Drehtag kam und wir stiegen in den Schleswig-Holstein-Express nach Flensburg, in dem wir uns ein freies Abteil suchten. Da gingen die Probleme los: So ein Abteil ist doch kleiner und schwieriger in Szene zu setzen, als man meint. Der Platz ist zu knapp, man bekommt nie den Blickwinkel hin, den man sich vorgestellt hat, die Geräusche sind vollkommen unkalkulierbar und am allerschlimmsten: Das Licht ändert sich sekündlich und kommt ausschließlich von der Seite und Scheinwerfer kann man dort leider nicht aufstellen… Unterstützung erhielten wir überraschenderweise vom Zugchef, der sich sogar bereit erklärte, eine echte Fahrkartenkontrolle vor laufender Kamera durchzuführen. Leider war der Ton mal wieder das Problem, sodass wir ihn leider von vielen Szenen nicht verwenden konnten. Wir mussten so etliche Stellen nachsynchronisieren und Geräusche nachträglich zumischen und wer würde sich b.B. besser als Schaffner eignen als unser Schulleiter Uli Janssen. Schönen Dank an dieser Stelle, auch und gerade an Klaus Möller für den ausgezeichneten Support!

Team: Tamara Sophie Gries, Jörn von Hofe, Helene Dick, Carsten Eggers