Wie entwickelt man ein gutes Konzept?  Wie kommt man auf kreative Ideen, die gleichzeitig eine konzeptionelle Punktlandung sind?

Mit dem Ziel, die Studierenden an Konzeption und Ideenfindung heran zu führen und zur treffsicheren Entwicklung von kreativen Konzepten zu bringen, führte Stefan Kerp in der Projektwoche 2009 fort, was er bereits Ende Mai in einem Gastvortrag anriss.

Exklusiv aus der Praxis berichtet uns Jessica Rinne:

„Bei dem Workshop „Kill the ordinary – Konzeptions- und Kreativitätstechniken“ von Stefan Kerp sollten wir uns mit einer Fitnessstudiokette namens „FitnessFirst“ auseinandersetzen. Nach einem Brainstorming haben wir viele Ideen gesammelt, wie wir für FitnessFirst werben würden, die genau unsere spezielle Zielgruppe ansprechen würde. Unsere Zielgruppe sollte sich von den Standardzielgruppen der Fitnessstudios abheben – wir wollten ein Familien-Fitnessstudio, indem sich die ganze Familie austoben kann!

Das Spannenste dabei war, dass wir viele Ideen hatten, die wir bis ins kleinste Detail ausgearbeitet haben, sodass wir selber von unseren tollen Ideen überrascht waren!  Es war immer wieder lustig anzusehen, was für absurde Ideen wir hatten!

Durch den Workshop habe ich gelernt, wie man besser an Ideen rangehen sollte – man muss erstmal alles aufschreiben, was einem einfällt und erst später aussortieren, was unnötig erscheint! Unser Spruch war immer « Alles ist richtig – nichts ist falsch! »“

Kommunikationsdesign ist also mehr als ein gutes Layout, ein passendes Logo oder eine witzige Kampagne. Konzeption ist ein wichtiger Teil, der leider viel zu oft außer Acht gelassen wird, was man der späteren Arbeit einfach ansieht.

„Also das Interessante an dem Workshop war, die scheinbar nicht vorhandenden, negativen Seiten eines weltweiten Fitnesscenters zu erkennen und zu verbessern. Um noch mehr Menschen anzusprechen und zwar mal auf eine andere Art und Weise, mit der sie nicht rechnen und sie von den Vorteilen dieses Unternehmens zu überzeugen.
Das Überraschende war, dass wir in der Gruppe auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Ideen kamen, die einfach, aber zugleich ausgefallen waren- eben „Thinking out of the box.“
Gelernt habe ich, dass wenn man der Fantasie einfach mal freien Lauf lässt und sich versucht von der „Masse“ zu lösen, sich echt gute Ideen entwickeln und finden lassen“
berichtet Claudia Noack, die Ebenfalls am Workshop teilgenommen hatte.