Wie erstelle ich eine spannende Präsentation? Und wie muss man eine spannende Präsentation präsentieren, damit das Publikum begeistert ist?

Antworten auf diese und andere Fragen zum Thema Selfmarketing und Selbstinszenierung gab Jannis Tsalikis, Human Recource Manager bei Scholz & Friends, in seinem Workshop in der Projektwoche 2009 an der kunstschule wandsbek.

Am ersten Tag haben sich die Workshopteilnehmer zunächst mit den grundlegenden Themen befasst. Das bedeutete ein wenig Theorie: Information & Kommunikation und Generelles zum Thema und ansehen, wie interessante und kurzweilige Präsentationen aussehen könnten (z.B. Dick Hardt, identity 2.0). Am Nachmittag haben die Studierenden dann ein Thema bekommen, um mit dem, was sie am Vormittag gelernt haben, ihre eigene Präsentation zu gestalten. Aufgabe war es, einen Fisch zu erfinden und ihn am nächsten Tag in einer ergreifenden Präsentation zu verkaufen.

Am zweiten Tag ging es vornehmlich um das Thema Präsentieren. Auch an diesem Tag wurde zunächst mit ein wenig Theorie angefangen: Schulz von Thun, Samy Molcho, Gabriele Landauer und Fischverkäufer (die eigentlichen Koriphäen im Präsentationsbereich) – Jannis Tsalikis hatte extra kleine Studien auf dem Fischmarkt gemacht und einen Film mitgebracht. Anschließend wurde dann mit einer munteren Partie Präsentations-Karaoke die Präsentationsfähigkeiten trainiert. Am Nachmittag haben die einzelnen Gruppen ihre eigene Präsentation gezeigt. Die Präsentationen wurden gefilmt und jeweils in der Gruppe reflektiert. Eindrücke aus studentischer Sicht gibt uns Carsten Eggers aus dem 3. Semester:

„Also das Spannendste dürfte wohl gewesen sein, sich selbst am Ende auf dem Videoband präsentieren zu sehen. Soll man ja immer mal ausprobieren, aber wer macht das schon wirklich…? So konnte ich zum Beispiel bei mir und Anderen sehen, dass wir total abgefahrene Bewegungen und Mimiken an den Tag legen und das nicht mal bemerken. Um so desillusionierender dann das Video-Ergebnis. Das war super hilfreich!
Ich fand es sehr cool, dass wir nicht drei, vier Schemata, wie eine „richtige Präsentation“ zu sein hat, gepredigt bekommen haben, sondern er uns viele Anregungen gezeigt hat, aus denen jeder dann seine Technik entwickeln konnte.
Am Ende haben wir uns dann alle eingebildet, wir wären jetzt DIE Präsentatoren vor dem Herrn, was sich leider als Wunschdenken entpuppte. Fazit: Wenn man fleißig weiter präsentieren übt, kann man das Gelernte bestimmt bald mal verdammt gut gebrauchen.“

Kommunikationsdesign heißt Menschen ansprechen. Diese Ansprache muss nicht nur in der Werbung, in einem Design oder einem Spot zielgenau funktionieren, sondern auch wenn man seine Entwürfe präsentiert. Sei dies nun beim Kunden oder beim Art Director, der richtige Auftritt ist der springende Punkt für eine gute Präsentation.