Kreativität kennt keine Sommerferien.

So berichten wir über Matthias Borchardt aus dem zweiten Semester, er ist Studierender des Monats Juli 2009. Unser Reporter traf sich mit ihm ganz zeitgemäß via Messenger im Netz.
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Nils: Woher kommt dein Spitzname SOFA?
Matthias: *g* Der ist noch ein Mitbringsel aus vergangenen Aktivitäten im schöpferischen Bereich „Kunst an der Ecke“.

Nils: Stell dich doch einmal kurz selbst vor. Woher kommst Du, was hast Du vor der kw gemacht, seit wann studierst du hier?
Matthias: Ich bin im wunderschönen Potsdam geboren worden und in Berlin aufgewachsen. Nach meiner Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten für Bürowirtschaft hatte ich das Vergnügen für 2 Jahre bei der Marine Erfahrungen zu sammeln. Das Wetter im Norden gefiel mir wohl anscheinend und ich beschloss mit meiner Freundin nach Hamburg zu ziehen um mich im Bereich Design weiterzubilden. Die kunstschule wandsbek war da ein Volltreffer.

Nils: Was wäre dein alternatives Berufsziel gewesen?
Matthias: Kaufmann für Investmentfonds *hust*

Nils: Was würdest Du sagen, sind deine Schwerpunkte bzw. deine Stärken im Kommunikationsdesign?
Matthias: Ideen, visuell schnell um zu setzten um die Basis für weitere Arbeitsabläufe zu kreieren.
Da geht aber noch einiges mehr!

Nils: Was inspiriert dich, woher nimmst Du deine Ideen?
Matthias: Aus allen Dingen kann eine Inspiration entstehen, man muss nur bereit sein, sie zu erkennen. Manchmal ist es einfach nur ein Gefühl, eine Situation oder ein Objekt.

Nils: Wo tobst du dich außerhalb der kw designtechnisch noch aus?
Matthias: Die Illustratoren Organisation e.V. ist für mich als Student eine gute Plattform, um sich mit dem Thema Selbständigkeit zu beschäftigen. Man bekommt dort Tipps, Tricks und Administrative Informationen wie zum Beispiel: „Welche Vorteile habe ich, wenn ich als Freelancer Jobs abwickeln kann?“ oder „Welches Honorar darf / muss ich in Anspruch nehmen um meine Illustration zu vermarkten“. Dass mit der Vergütung ist ein ganz großes Thema! Denn auch als Student muss und sollte man sich nicht unter dem Wert verkaufen. Ich denke, dass nicht nur im Bereich Illustration solche Fragen aufkommen, sondern auch bei der gesamten Palette der Medien Wirtschaft. Durch einen Jahresbetrag von 90,- Euro als Junior Mitglied ist es sogar möglich ein eigenes Portfolio auf der Seite www.io-home.org online zu stellen. – Es gibt bestimmt auch genug andere Online-Portale, wo das Anlegen eines Portfolios kostengünstiger oder sogar for free ist. Das müsst Ihr für Euch selber heraus finden, wo mehr die Chance besteht an einen eigenen Job heran zu kommen.
…immer diese Schleichwerbung! Also ich mische auch gerne noch anderweitig mit z.B. bei myspace, xing und nicht zu vergessen mein eigenden Web-Blog http://sketshup.over-blog.de, wo ich ständig Illus, Fotos und den ganzen Schnickschnack „mein Blog ist so tight“ hoch lade.

Nils: Wenn Du Dein Studium hier bei uns abgeschlossen hast, wirst Du in naher Zukunft…?
Matthias: Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, meinen Schwerpunkt mehr in Richtung 3D Design und Animation zu setzten. Als Illustrator kann ich ja sowie so nebenbei arbeiten. Aber Design wird schon das Hauptstandbein für mich sein. Ich hätte auch richtig Bock bei einem Trickfilm engagiert mit zu arbeiten, den Workflow dort kennen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Ähm was noch? – Ach so! Mit Alexander Makarov ein Atelier zu gründen (der is Cool!)

Nils: Angenommen Du bekämst ein finanziell unabhängiges Budget zur Verfügung um einen Gestaltungsauftrag zu kreieren, was würdest Du gestalten?
Matthias: In dem Bewusstsein der Menschen einen erweiterten Raum zu schaffen, wo sie der jenige sein können, den sie gerne sein wollen. Hmm wie stellt man das an?

Nils: Was sind deine 3 Lieblingsprogramme mit denen du arbeitest?
Matthias: Bis jetzt sind es Photoshop, Illustrator und Indesign. Aber in der Projektwoche konnte ich ein paar gute Erfahrungen auch mit Cinema 4D machen. Ich denke, dass ich in nächster Zeit auch mehr Polygonen Pixel wandern lasse. Da ich mich noch im 2. Semester befinde wird sich das mit den Programmen bei mir ja noch entschieden.

Nils: Was ist dir politisch wichtig?
Matthias: Sich immer noch eine zweite Meihnung einholen.

Nils: Was treibt dich an?
Matthias: JANA.

Nils: Wen bewunderst du?
Matthias: Zur Zeit die Bauarbeiter vor meinem Balkon. Die bei jedem Wetter in dem ganzen Chaos von Materialien, Maschinen und wichtigtuenden Architekten immer noch Wissen, wie Sie das Baby schön hoch ziehen. Gute Arbeit!

Nils: Auf welche Leistung bist Du besonders stolz?
Matthias: Die Erkenntnis zu haben, sich von Dingen zu lösen ohne getrennt davon zu sein.

Nils: Als Kind wolltest Du sein wie…?
Matthias: Michael Jackson (Ruhe in Frieden)

Nils: Die Arbeit als Designer ist ja sehr anstrengend, Wie kannst Du am besten entspannen?
Matthias: X-box, Graffiti, Freunde und Bier.

Nils: Für welchen Künstler, Designer, Maler, … würdest Du viel Geld ausgeben?
Matthias: Alfons Mucha für dem Slavischen Epos, Banksy für eine Ratte, die Jungs von Viagrafik könnten ruhig auch mal mein Blog aufpimpen und in Sachen Concept Artist steh ich voll auf Philippe Bouchet alias MANCHU.

Nils: Wo hättest Du gern einen Zweitwohnsitz in der Zukunft und warum?
Matthias: Ich pendele mit meiner Freundin ab und zu zwischen Hamburg und Berlin. In Berlin wohnt der Rest meiner Familie, also da hätte ich ja schon mal meinen zweiten Wohnsitz. Aber ich könnte mir auch gut vorstellen, nach Amsterdam oder Cop’nhagen zu ziehen. Obwohl mein English for the ass ist, hmm mal sehen. Auf jeden Fall immer in Bewegung bleiben und nicht so schnell sesshaft werden. Das verleitet nur zu Gemütlichkeit. ENTDECKE DIE WELT. Und nicht nur im Internet!

Nils: In welchem Land würdest du gerne arbeiten?
Matthias: Da muss ich mich erst einmal nach den Steuern erkundigen! 🙂

Nils: An dieser Stelle kannst Du drei Bücher loben…
Matthias: Hermann Hesse (Siddhartha), WON ABC (Colour Kamikaze), Roberto Saviano (Gomorrha)

Nils: Lieblingsfilme?
Matthias: Nein, es ist nicht Fear and Loathing In Las Vegas! Obwohl Jonny Depp dadurch die Choreographie für seine weiteren Filme neu entdeckt hat, wie ich finde.
Ich sehe mir gerne Psycho, Horror und den ganzen Kram an. Dabei achte ich aber eher darauf wie die einzenlden Szene so verpackt werden das der Zuschauer Gänsehaut bekommt. Denn Stumpfe Gewalt ist sowie so nichts für mich. Tatort ist der Renner, aber nur Boerne und Thiel!

Nils: Welche Musik hörst Du?
Matthias: Meist minimalistisch und experimenteller Elektro, Dubstep und Grime, aber auch schöner alter Hip Hop wie z.B. A Tribe Called Quest.

Nils: Mit wem würdest Du gern einen Monat lang tauschen?
Matthias: Mit der Queen, das Winken hab ich schon gut drauf!

Nils: Und welche Designer favorisierst Du und warum?
Matthias: Unser Dozent Daniel, hat mich auf einen interessanten Designer aus Österreich aufmerksam gemacht. Der gute Mann heißt Stefan Sagmeister und international engagiert. Wer Lust hat, kann sich hier mal ein Vortrag auf der Seite http://spannendesgrafikdesign.posterous.com/stefan-sagmeister-2 von ihm ansehen.

Nils: Was ist deine Lieblingsfigur in der Geschichte?
Matthias: Siddhartha Gautama. – sein Wort bleibt zwar zeitlos aber ich hab das Gefühl, es ist immer up to date.

Nils: Was sagt man dir nach?
Matthias: Schleimer.

Nils: Was magst Du an dir gar nicht?
Matthias: mein Ego

Nils: Jemand aus dem 1. Semester steht mit einem großen Fragezeichen im Gesicht vor dir, was sagst du ihm?
Matthias: Lass es nur so Krachen von Ideen, haut richtig auf die Kacke und präsentiert auch, was ihr neben dem Studium so alles an Projekt macht. Egal ob es mit Illustration, Design oder Film zu tun hat. Gründet gesellschaftliche Gruppen und bemalt Wände mit euren Namen. Plündert Unser KW – Forum. Und zeigt der Welt, dass wir von der kunstschule wandsbek sind.

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