„Die haben wohl die besten Fernsehspots die aktuell laufen“ lautete ein Kommentar zum Gastvortrag von Grabarz & Partner am 18.6.2009. Inga und Friederike, Personalerinnen der Agentur stellten Grabarz & Partner vor und gingen anschließend in einem gesunden Mix aus Vortrag und Frage- und Antwortspiel auf das Thema Bewerbung ein. Sogar einige Beispiele von eingegangenen Bewerbungen hatten sie dabei, sowohl Positiv- als auch Negativbeispiele.

Die Wurzeln der Agentur gehen auf die klassische Werbung zurück, doch im Laufe der Zeit hat auch Grabarz und Partner das heutzutage notwenige breite Spektrum der ganzheitlichen Kommunikation erkannt und positioniert sich daher als unabhängige, kreative, inhabergeführte Full-Service-Agentur. Mit über 200 Mitarbeitern spielt die Hamburger Agentur in der obersten Liga der Werbeagenturen mit und hat mit Kunden wie VW, Edeka, Ikea, Müller und DEVK eine Menge bekannter, aktueller Werbespots im Umlauf.

Der Vortrag bei uns an der kunstschule wandsbek gab den Studierenden aber vor allem Einblicke in die Vorgehensweise rund um das Thema Bewerbung, sowohl allgemein als auch explizit bei Grabarz und Partner. So liegt das Einstiegsgehalt eines Grafikers in den meisten Agenturen bei ca. 1.800 Euro, was einem auf den ersten Blick nicht gerade viel erscheinen mag in Anbetracht der Tatsache, einen Studienabschluss in der Tasche zu haben, möglicherweise noch ein sechsmonatiges Praktikum. Doch im Beruf des Kommunikationsdesigners lernt man nie aus und so macht es durchaus Sinn, eine Anstellung in einer Agentur als gute Weiterbildungsmöglichkeit zu betrachten. Bei entsprechender Leistung kann schon nach kürzester Zeit die Karriereleiter erklommen werden, sodass sehr schnell das große Geld winkt. Auch ein Praktikum bietet eine hervorragende Chance, seine Kenntnisse zu erweitern und in vielen Fällen folgt dem Praktikum bei Grabarz und Partner die direkte Übernahme. Wie wir erfahren durften, funktionieren Bewerbungen heutzutage hauptsächlich digital, das ist der einfachste Weg sowohl für die Agentur, als auch für den Bewerber. Auch auf ein gutes Anschreiben wird wert gelegt, Persönlichkeit geht vor Massenbrief. Für den Inhalt des Portfolios gilt das Credo: Weniger ist mehr. Nur gute Sachen sollten dort auftauchen, was aber nicht bedeutet, dass nur das Abschlusssemester Futter für eine Bewerbung liefert. Oftmals können auch Arbeiten aus dem 1. Semester wunderbar die Entwicklung des Einzelnen demonstrieren und somit die Lernfähigkeit untermalen. Facettenreichtum ist zwar gewünscht, sollte aber nicht in komplette Romane ausarten. Wenn es dann zum Vorstellungsgespräch kommt, sollte man auf jeden Fall noch einige gute Arbeiten in der Hinterhand haben und nicht die Highlights bereits im Bewerbungsportfolio verbraten, wie es so schön heißt.

Als Fazit bleibt zu sagen, es war ein höchst interessanter Vortrag mit guten, praxisnahen Tipps für die Zukunft, bei Grabarz und Partner oder in anderen Agenturen dieser Welt.