Kurz vor Semesterwechsel präsentierte das 4. Semester die Ergebnisse aus dem Screendesignunterricht unter Leitung von Markus Böhler. Hierbei ging es hauptsächlich um Konzeption und visuelle Dramaturgie, die fehlerfreie Programmierung der Website war noch nicht Aufgabenstellung. Nichts desto trotz folgt im 5. Semester auch das Webpublishing, also die Umsetzung in den Programmiersprachen HTML und CSS.

„Machst du auch Internetseiten?“ wird ein Designer früher oder später einmal gefragt werden. Diese Frage mit Ja oder Nein zu beantworten ist nicht einfach, da eine professionelle Internetseite aus vielen verschiedenen Komponenten besteht. Konzept, Texte, Design, Fotos, Programmierung, (SEO, PHP, mysql, FTP-upload etc.). Aus diesem Grund wird allgemein zwischen Screendesign und Webpublishing unterschieden. Das bedeutet aber nicht, dass der Screendesigner die Seite einfach nur „hübsch“ macht, sondern sich mit dem Inhalt stark auseinander setzen muss. Von der Herangehensweise ist ein Screendesign am ehesten mit einem Corporate Design vergleichbar, das beudeutet ein stimmiges Konzept mit allen Komponenten. Auch Farbe, Form und Bildwelt muss in das Gesamtbild der Seite passen.

Anhand des Projektes „diekster“ wird die Aufgabenstellung verdeutlicht, Robert aus dem Designerteam erzählt uns von der Vorgehensweise.

Unser Auftrag lautete, für den nordeutschen Gemeinschaftsverein „Watt`n Snack“ (bestehend seit 1973) eine neue, zeitgemäße und „hippe“ Internetpräsenz zu schaffen, die es den Usern ermöglicht, sich über den Norden des Landes zu informieren und auszutauschen.
Zudem soll die Seite auch als Plattform für Ansässige dienen, die auf dieser Seite werben/suchen und sich regional spezifisch informieren können.

Am Anfang standen wie immer Scribbels und Brainstorm-Arien sowie das Durchforsten des Netzen nach verwandten Seiten.

Es sollen mit der Seite altersübergreifend Menschen angesprochen und bedient werden, die – aus Norddeutschland kommen – sich über den
Norden informieren wollen – einen Urlaub im Norden planen – sich für die Kultur interessieren – sich kulinarisch über den Norden informieren wollen etc. pp.

Auch grundlegende Fragen wurden gestellt und beantwortet:
Was will der Kunde?
Eine Seite, die seinen Vorstellungen entspricht und viele User auf sich aufmerksam macht.
Was gibt es noch nicht?
Eine Themenübergreifende Seite, die sowohl informiert als auch als Austausch funktioniert.
Wie bleibt die Seite im Gedächtnis?
Durch ein gutes Design, eine gute Navigation, eine gute Interaktion und gute Information.
Was bietet die Seite?
Eine Fülle von Informationen, Austauschmöglichkeiten, Selbstgestaltung und gute sowie einfache Navigation bei einem ansprechenden Design.

Eine Frage, für die wir etwas Zeit benötigten, war der Name der Domain. Er sollte einprägsam sein und für das stehen, was auf der Seite zu finden ist: Den Norden und seine Bewohner.
Wir entschieden uns für den Namen „Diekster“ was Plattdeutsch ist und soviel wie Deichanwohner bedeutet.

Nach der Klärung des Domainnamens stand nun die Entwicklung eines Logos an. Wir entschieden uns für Logos, die man mit dem Meer verbindet und somit gut den Norden symbolisieren.

Für das Design der Seite, legten wir als erstes das Gestaltungsraster, sprich das Layout fest.
Wir wollten eine Seite erschaffen, deren Schwerpunkt in der Information liegt. Somit war uns klar, dass wir ein sauber durchstrukturiertes Design benötigen, welches sich positiv auf die Navigation und die Übersichtlichkeit auswirkt. Um dies umzusetzen, entschieden wir uns für eine Tunnelseite als Startseite. Hier kann der Benutzer sich entscheiden, ob er > Norddeutsch oder > Nicht Norddeutsch ist. Auf der Startseite befindet sich nur das Logo und die beiden Auswahlfelder ND und NND. Diese Reduktion verleiht der Startseite ein elegantes Erscheinungsbild
Der Unterricht hat uns alle weiter gebracht. Auf der einen Seite natürlich ein neues Wahrnehmen der Internetseiten und deren Analyse nach Funktion und Tauglichkeit, sowie Layout und Design. Zudem haben wir gelernt, in Gruppen zu arbeiten und die uns zugeordneten Aufgaben zu erfüllen.
Da ich die Aufgabe des Projektleiters abbekommen habe, durfte ich mich auch gleich mit dessen Pflichten auseinander setzen wie z. B. das Team zusammenhalten, die Berichte über den Fortschritt anfertigen, versuchen eine gemeinsame Linie ins Projekt zu bringen und Bäuche streicheln ;).

Die Arbeit an dem Projekt hat mir persönlich viel Spaß gemacht,  auch wenn oder gerade weil es teilweise recht stressig war und man versuchen musste, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Ich kann für mich selbst nur sagen das es mir viel gebracht hat in punkto Gruppenarbeit und Termineinhaltung.