Wie geht es unserem Ehemaligen? Was passierte im Leben von Tim Rotermund? Nach seinem Abschluss 2006 an der kunstschule wandsbek entwickelte er unsere Corporate Identity, welche auch Vorlage für die aktuelle Infobroschüre ist, die sich Interessierte zuschicken lassen können. Anschließend hat er bei Mutabor Design angefangen und ist dort nun als Designer tätig. Fangen wir doch einmal ganz von vorne an…

Was hast du vor deinem Studium gemacht und wie bist du zur kunstschule wandsbek, bzw. zum Design gekommen?

2002 habe ich mein Abi gemacht und nebenbei als freier Journalist für die Braunschweiger Zeitung im Sport gearbeitet. Danach bin ich dann zur kunstschule wandsbek.
Ich hatte schon immer ein Faible für schöne Sachen, habe gerne gezeichnet und wollte in einer lockeren, sich immer wandelnden Umgebung arbeiten. Deshalb wollte ich Designer werden. Außerdem wollte ich bis ans Lebensende Sneaker tragen…

Was hat dir im Studium besonders Spaß gemacht? Was hat es dir gebracht?
Kalligrafie und Typografie haben mir immer viel Spaß gemacht.
Typografie spielt in einem Corporate Design eine große Rolle.
Außerdem der Unterricht Eva-Maria. Editorial Design ist meine zweite Leidenschaft.
Das Studium hat mir Selbsterkenntnis gebracht. Wenn du hart und eigenständig arbeitest, dann hast du auch Erfolg.

Welche Highlights, interessante Geschichten oder Erlebnisse während deines Studiums sind dir in Erinnerung geblieben?
Die Weihnachtsfeiern. Die Dozenten sehen dann immer so herrlich bescheuert aus. Es ist wichtig, dass man sich nicht immer zu ernst nimmt und auch mal mit den Studenten feiern kann.

Was hast du direkt nach dem Studium gemacht und wo stehst du heute?
Nach dem Studium habe ich das aktuelle Corporate Design, die Broschüre und Messebanner für die kunstschule wandsbek gestaltet. Danach hab ich dann bei Mutabor angefangen.

Hast du noch Kontakt zu deinen Exkommilitonen?
Ja, mit einigen bin ich noch gut und eng befreundet.

Was war das Thema deiner Abschlussarbeit?
Ich habe ein Sublabel für PUMA entwickelt, dass sich mit dem Thema Musik beschäftigt.
Die Marke heißt Catchytunes (Ohrwurm). Für die erste Kollektion stand Mozart Pate (2006 war Mozartjahr).

Was würdest Du sagen, sind deine Schwerpunkte bzw. deine Stärken in deiner Arbeitsweise?
Meine Schwerpunkte sind auch meine Stärken. Corporate und Editorial Design.

Hast du Ideenquellen, wie lässt du dich Inspirieren?
Design Blogs sind die wichtigsten Ideequellen. Ich habe inzwischen eine endlos lange Liste, die täglich durchforstet wird. Aber Bücher spielen nach wie vor auch eine große Rolle. Wir haben tolle Bücher und Sammlungen aus den 50er Jahren. Da findet man super Icons.

Angenommen Du bekämst ein finanziell unabhängiges Budget zur Verfügung um einen Gestaltungsauftrag zu kreieren, was würdest Du gestalten?
Redesign einer Automarke. Ich glaube, es gibt nichts Größeres für einen Designer.

Was sind deine 3 Lieblingsprogramme mit denen du arbeitest?
InDesign, Freehand und Freehand (Freehand never dies!)

Auf welche Leistung bist Du besonders stolz?
Laufen.

Die Arbeit als Designer ist ja sehr anstrengend, wie schaffst du dir Ausgleich?
Anstrengend, ich guck doch den ganzen Tag auf die Elbe raus. Außerdem siehe den Punkt Tagesablauf.
Nein, im Ernst. Sport ist mir sehr wichtig, um runter zu kommen und Kraft zu sammeln.

Gib´ uns eine Lebensweisheit…
Immer an sich und seine Fähigkeiten glauben.

Was waren bei dir die ersten Meilensteine/Erfolge zum Thema Kommunikationsdesign?
Meine ersten Erfolge habe ich (und meine Kollegen) mit dem Redesign des Theater Bremen gefeiert.
Dafür gab’s auch einige Preise. Das spornt an.

Welche Ziele hast du noch vor dir?
Redesign einer Automarke…

Was steht auf deiner Visitenkarte?
I’m going to change (Agenturcredo). Und noch andere Sachen.

Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Kaffee trinken, Müsli essen, Internet surfen, Mist labern, Mittag essen, Kaffee trinken, Internet surfen, Mist labern, 1 Bier trinken. Und nebenbei macht man dann noch dass, wofür man bezahlt wird…

Was ist das renommierteste Projekt an dem du bisher gearbeitet hast?
Renommiert im Sinne von erfolgreich dann das Theater Bremen Projekt.
Renommiert im Sinne von Größe des Kunden dann adidas, Audi, andere sind noch geheim.

Vielen Dank für das Interview, die kunstschule wandsbek wünscht dir weiterhin viel Erfolg!