Nach dem vierten Semesters geht für die Studierenden der kunstschule wandsbek erstmals das wirklich große Kribbeln los, denn es heißt: Zwischenprüfung. Mit einer Mappe mit den besten Arbeiten aus den vergangenen Semestern muss sich jeder Studierender der Herausforderung stellen. Ausschlaggebend ist hierbei die Präsentation und das Gesamtbild, wie man sich selbst und seine Arbeiten verkauft. Bewertungen für die einzelnen Bilder wurden ja bereits gegeben.
Cathrin Sumfleth zeigt uns ihre Mappe für die Zwischenprüfung.

Am 23.3.2009 sind alle Mappen der Zwischenprüfung und die der Abschlussprüfungen am Tag der offenen Tür zu begutachten.

Stell dich doch mal kurz vor, wer bist du, was machst du, was zeichnet dich aus?
Ich bin Cathrin Sumfleth, 21 Jahre alt, Studentin der KW im vierten Semester. Ich stehe auf bunte Farben, florale Ornamente und Glühwein zu jeder Jahreszeit.

Du die Zwischenprüfung hinter dir! Warst du sehr aufgeregt?
Ich war total aufgeregt. Angeblich hat man es mir, zumindest in der Prüfung, nicht angemerkt. Aber schon 2 Tage vor der Prüfung spürte ich so einen konstanten Ansatz von Herzflattern … 😉

Was fiel dir besonders schwer und was besonders leicht?
Gute Frage. Die Präsentation selber fiel mir eigentlich relativ leicht, schwer fiel mir diese Warterei. Ich war erst am letzten Prüfungstag direkt vor der Mittagspause dran und der Kandidat vor mir hat den zeitlichen Rahmen total gesprengt. Ich musste also über eine halbe Stunde länger als geplant warten. Das war hart.

Hast du wertvolle Tipps für die Studierenden der folgenden Semester im Hinblick auf ihre Zwischenprüfungen? Worauf sollte man achten, was sollte man auf jeden Fall vermeiden?
Man sollte sich auf jeden Fall rechtzeitig vorbereiten. Das hilft, um an den letzten Tagen die Nerven zu behalten. Weiterhin ist es wichtig, eine gewisse Dramaturgie aufzubauen, d.h. seine Mappe irgendwie so zu strukturieren, dass die einzelnen Projekte gewissen Kategorien logisch zugeordnet werden. Nach Semester müssen sie z.B. nicht unbedingt sortiert sein, mehr nach ästhetischen und inhaltlich sinnvollen Kriterien.

Hast du Ideenquellen, wie lässt du dich Inspirieren?
Öhm. Das meiste passiert irgendwie in meinem Gehirn. Außerdem bin ich leidenschaftliche Sammlerin von Flyern und diesen gratis CityCards.

Auf welchen Teil der Arbeit bist du besonders stolz?
Zum Beispiel auf meine allererste digitale Arbeit: ein Logo für ein virtuelles Plattenlabel. Bevor ich an der KW anfing, hatte ich keinerlei Programmkenntnisse und mit dieser Arbeit habe ich mir glaube ich selbst sehr viel bewiesen.

Kommt man nicht in Versuchung, Arbeiten aus den früheren Semestern mit neu erlernten Kenntnissen verbessern zu wollen?
Zuerst denkt man kurz mal drüber nach, aber dann hat man auf einmal doch gar keine Zeit mehr …

Wie hast du dich abgelenkt, wenn es dir zu stressig wurde?
Ich bin zu meiner Familie gefahren, oder mit Freunden weggegangen. Wenn es spontaner sein musste, hab ich mich mit meiner besten Freundin in unserer Wohnküche aufm Sofa auf ’ne Kippe und ’nen Kaffee getroffen.

Was machst du sonst so in deiner Freizeit, wenn nicht gerade Design?
Ich mache Musik! Man könnte fast sagen, ich sei irgendwie Songwriterin oder sowas. Außerdem spiele ich etwas Gitarre und Klavier (jeweils aber nur ansatzweise) um mich so gesanglich supporten zu können.

Hast du ein Vorbild?
„Folge nicht den Spuren der Meister, suche was sie gesucht haben“ (Zen)

Was für Bilder hängen in deinem Zimmer?
Neben 300 Postkarten hängen hier ein paar Poster von Tori Amos. Außerdem zwei Kunstdrucke: einer von Klimt, einer von Magritte.

Angenommen du hast ein unbegrenztes Budget zur Verfügung, was würdest du damit gestalterisch-künstlerisch umsetzen?
Ich würde eine eigene Zeitschrift ins Leben rufen, so viel ist sicher. Mehr dazu dann 😉

Was ist dein späteres Berufsziel, Werbung, Verlag, Illustration?
Werbung klingt Kurz-bis Mittelfristig gut. Irgendwann würde ich gern illustrieren, man muss nur sehen, wo, wie und wann es sich gekonnt einbringen lässt.

Gibt es ein Land, in dem du gerne arbeiten würdest?
Viele! 🙂 Primär allerdings die Englischsprachigen.