Studiofotografie für zu Hause – klingt teuer. Doch Bassi Lichtenberg beweist uns das Gegenteil. In seinem Keller knipst er Bilder, die sich sehen lassen können.

Seit er zu seinem 10. Geburtstag seine erste Kamera bekommen hat, lässt ihn die Fotografie nicht mehr los. Immer wieder wird rumprobiert und experimentiert, bis das Ergebnis stimmt. Professionelle Unterstützung bekam er von seiner Mutter, die Erfahrung in analoger Spiegelreflexfotografie hatte. Zum 17. Geburtstag durfte es dann endlich eine eigene Ausrüstung sein: Eine eigene digitale Spiegelreflex mit Standart- und Teleobjektiv.

Was fehlt einem echten Fotografen da noch? Richtig, das Studio. Doch als Student gleich 800 Euro für eine professionelle Blitzanlage und Hintergründe investieren ist ein wenig utopisch, also beschloss Bassi, ein wenig zu improvisieren. Der Keller wurde so lange auf den Kopf gestellt, bis alle brauchbaren Gegenstände gefunden waren, der Rest wurde gekauft: 2 Bauscheinwerfer, eine große Leinwand (2,80 x 11 Meter) und weiße Regenschirme. „Es ist allerdings erstaunlich, wie viele Alltagsgegenstände man benutzen kann. Bevor meine große Leinwand kam habe ich Jalousien benutzt, die ich im Keller gefunden habe“, erzählt Bassi. Alles wird mit Hilfe von Haken befestigt, mit Büchern beschwert und fixiert, es sieht alles noch recht wackelig aus, aber es hält und funktioniert. Bei einer Investition von ca. 150 Euro (wovon die Leinwand alleine 80 Euro gekostet hat) kann man wohl kaum von einer Fehlinvestition sprechen.

Sein Lieblingsfotograf ist übrigens Richard Avedon, dessen Stil man auch ein wenig in Bassis Fotos wieder finden kann. Später möchte Bassi Modefotograf werden, „das wäre ein richtiger Traumjob für mich“.